DB Regio
Konferenzen und Unterschriftensammlungen reichen nicht – Sicherheit muss jetzt spürbar sein!
Nach dem tödlichen Angriff auf unseren Berufskollegen muss Schluss sein mit schnöden Ausreden, Konferenzen ohne substanzielle Ergebnisse, „gut gemeinte“ Unterschriftensammlungen und reinen Gedankenspielen für Konzepte!
Die GDL-Fraktion im Gesamtbetriebsrat (GBR) der DB Regio Schiene/Bus fordert: Die DB muss endlich ihre Fürsorgepflicht ernst nehmen! Sicherheit darf nicht länger nur von Finanzfragen oder dem Gerangel mit der Politik abhängen. Basierend auf der jahrelangen Beschäftigung mit dem Thema Sicherheit fordert die GDL mehrere Lösungsansätze, die auf fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen:
Unsere Forderungen an DB Regio und die Politik die dafür notwendigen Finanzmittel bereitzustellen:
•Doppelbesetzung: Schluss mit der Isolation im Zug! Das ist die effektivste Maßnahme gegen Angst und Gewalt.
•Vier-Quadratmeter-Regel: Wir brauchen bei jeder Fahrzeugbestellung und jedem Umbau echte, bauliche Rückzugsräume als Schutzraum bei Eskalationen!
•Gefährdungsbeurteilungen 2.0: Schluss mit dem Verwässern beim Arbeitsschutz! Wir fordern starke Maßnahmen, konkrete Termine, klare Zuständigkeiten und vor allem echte Wirksamkeitskontrollen!
•Technischer Schutz: Flächendeckende Videoüberwachung und ein diskreter, am Körper getragener „Stiller Alarm“ müssen Standard werden!
•Rechtsschutz-Garantie: Der Arbeitgeber muss uns die juristische Last abnehmen und Anzeigen sowie Strafanträge standardmäßig selbst führen!
Die EVG-Mehrheit bei DB Regio schließt die GDL vom „Runden Tisch Sicherheit“ aus und verweigert – mutmaßlich – aus Machtkalkül den Informationsfluss. Aus Sicht der GDL eine skandalöse Blockade gegen die Sicherheit der Kollegen! Fakt ist: Es müssen nun endlich Taten folgen – bis hin zu politischen Entscheidungen und baulichen Veränderungen der Fahrzeuge. Es geht um unsere körperliche und psychische Unversehrtheit – und das ist nicht verhandelbar!
