Pulverfass DB Fernverkehr

Beim Thema „Nova VL“ brennt bereits die Zündschnur!

Die Zündschnur ist kurz beim Thema „Nova VL“ und die Nerven liegen bei vielen Kollegen aus dem operativen Bereich blank.

Die Verkehrsleitung (VL) bleibt ein Dauerthema – und das, obwohl mit diesem Projekt laut Aussage der Deutschen Bahn angeblich alles besser werden sollte. Die GDL hat in ihrem Aushang vom 12.08.2025 bereits eindringlich vor den möglichen negativen Folgen von „Nova VL“ und der Trennung von betrieblichen und personellen Verkehrsleitungen gewarnt.

Die geplanten, und nun umgesetzten, Umstrukturierungen bergen erhebliche Risiken für den sicheren Bahnbetrieb und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. Auch wenn jedes Projekt beim Start sogenannte „Kinderkrankheiten“ hat, darf man gerade im sicherheitskritischen Bereich von Anfang an keine Fehler machen.

Nun zeigt sich: Unsere Warnungen wurden ignoriert – und der Arbeitgeber gibt sich überrascht. Dabei halten die Mitarbeiter die Meldekette konsequent ein. Rückmeldungen bleiben jedoch aus, Entscheidungen verzögern sich, Verantwortung wird weitergereicht, die Mitarbeiter im laufenden Betrieb alleingelassen.

Das ist nicht nur frustrierend – es ist gefährlich. Die VL ist Teil des Sicherheitssystems und MUSS im Notfall erreichbar sein! Sie ist integraler Bestandteil der Meldekette und muss dauerhaft handlungsfähig und personell besetzt sein!

Zumindest hat der Aufruf der GDL-Betriebsräte Gespräche zwischen dem Projektteam und dem Vorstand befördert. Wenn keine spürbaren Veränderungen eintreten, wird die Zündschnur jedoch endgültig abbrennen.

Daher bleibt die GDL in weiteren Gesprächen und fordert:

  • Die vollständige Wiederherstellung der VL-Erreichbarkeit – auch nachts!
  • Klare Zuständigkeiten und belastbare Prozesse in der Meldekette!
  • Ehrliche Kommunikation über Probleme und Risiken!

Bleibt kritisch! Bleibt laut! Für einen sicheren und fairen Bahnbetrieb!

Aushang

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