Strukturanpassung
Hier findest du die Beispiele zu den Strukturanpassungen unterteilt nach den verschiedenen Berufsgruppen:
Tarifabschluss 2026 der GDL mit der Deutschen Bahn
GDL erreicht deutliche Verbesserungen für Bahnbeschäftigte und erweitert Anwendungsbereich der Tarifverträge durch teilweise Abbedingung des Tarifeinheitsgesetzes (TEG)
Nach intensiven Verhandlungen über 14 Verhandlungstage haben die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und die Deutsche Bahn am 27. Februar 2026 einen Tarifabschluss erzielt. Der Abschluss bringt für viele Berufsgruppen nicht nur klassische Entgelterhöhungen, sondern zusätzlich erhebliche materielle Zugewinne durch eine umfassende Reform der Entgeltstruktur.
Dazu gehören insbesondere:
- Einführung einer neuen achten Entgeltstufe
- zusätzliche Einkommenssteigerungen durch strukturelle Anpassungen der Entgelttabellen
Für einen Großteil der GDL-Mitglieder ergibt sich dadurch ein deutlich höherer materieller Zugewinn als durch eine reine prozentuale Entgelterhöhung.
Im Rahmen des Tarifabschlusses konnte die GDL mit der Deutschen Bahn Regelungen zur teilweisen Abbedingung des Tarifeinheitsgesetzes vereinbaren. Damit wird sichergestellt, dass GDL-Mitglieder in Zukunft auch dort von den durch ihre Gewerkschaft ausgehandelten Tarifverträgen profitieren können, wo sonst die Anwendung des Tarifeinheitsgesetzes greifen würde.
Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:
Deutliche Entgelterhöhungen
Die Einkommen der Beschäftigten steigen in mehreren Schritten:
- 2,5 Prozent Entgelterhöhung ab 1. August 2026
- weitere 2,5 Prozent ab 1. August 2027
- zusätzliche strukturelle Verbesserungen durch neue Entgelttabellen
Damit wird insgesamt die geforderte Erhöhung des Entgeltvolumens von rund acht Prozent erreicht.
Zur Überbrückung bis zur ersten Tariferhöhung erhalten Beschäftigte außerdem eine Einmalzahlung von 700 Euro(Auszubildende 350 Euro).
Neue Entgeltstruktur mit zusätzlichen Aufstiegsmöglichkeiten
Ein zentraler Erfolg der GDL ist die Neustrukturierung der Entgelttabellen.
Wichtige Elemente:
- Einführung einer achten Entgeltstufe
- zusätzlicher Einkommensanstieg nach 35 Jahren Berufserfahrung
- strukturelle Höherbewertungen verschiedener Tätigkeiten
Bessere Vergütung für Ausbilder und Prüfer
Die GDL konnte eine deutliche Aufwertung von Ausbildungs- und Prüftätigkeiten durchsetzen.
Dazu gehören:
- neue Entgeltgruppen für Ausbilder und Prüfer
- Erhebliche Entgeltsteigerung teils im mittleren und hohen dreistelligen Bereich.
Damit wird die Bedeutung der Ausbildung von Fachkräften und die Verantwortung der Ausbilder im Bahnbetrieb tariflich stärker anerkannt.
Höhere Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit
Auch die Zuschläge für besonders belastende Arbeitszeiten werden angehoben.
Die Zulagen steigen:
- zunächst durch Sockelerhöhungen
- anschließend zusätzlich durch die allgemeinen Entgeltsteigerungen
Damit verbessern sich die Vergütungen für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit überproportional.
Neue Leistungszulagen und Verbesserungen im Bahnbetrieb
Der Tarifabschluss enthält außerdem mehrere gezielte Verbesserungen für bestimmte Tätigkeiten.
Dazu zählen unter anderem:
- Verbesserungen bei der Leistungsprämie für Rangierdienste
- Höhere Zulagen für Fremdsprachenleistungen im internationalen Verkehr
- Erhöhung der Prämie für Rettungszugbereitschaften
- Verbesserungen für Beschäftigte in Werkstätten und Instandhaltung
Verbesserungen für Auszubildende
Auch für Nachwuchskräfte wurden Verbesserungen erreicht:
- 60 Euro mehr Ausbildungsvergütung ab August 2026
- zusätzliche Prämie zur betrieblichen Altersvorsorge nach Ausbildungsabschluss
- Erhöhung des maximalen Mietkostenzuschusses
Mehr Mitglieder profitieren vom Tarifabschluss durch teilweise Abbedingung des Tarifeinheitsgesetzes
Ein zentrales Ergebnis des Tarifabschlusses ist die teilweise Abbedingung des Tarifeinheitsgesetzes (TEG).
Für viele Mitglieder bedeutet dies ganz konkret:
- GDL-Tarifverträge können schrittweise auch in Betrieben angewendet werden, in denen die GDL vermeintlich nicht die Mehrheitsgewerkschaft ist.
- Dadurch profitieren deutlich mehr GDL-Mitglieder von zentralen Verbesserungen des Tarifabschlusses.
- Die Regelung gilt insbesondere für wichtige tarifliche Bereiche wie Entgeltbestandteile, Arbeitszeit-Soll und Urlaubsregelungen und damit die Kernmaterie der Tarifverträge
Die Vereinbarung sorgt damit dafür, dass der Anwendungsbereich der GDL-Tarifverträge deutlich erweitert wird und mehr Mitglieder – auch in sogenannten Minderheitsbetrieben – tatsächlich von den erzielten Tarifverbesserungen profitieren.
Damit wird ein wichtiges Ziel erreicht: Die tarifpolitischen Erfolge der GDL kommen in Zukunft einer größeren Zahl von Mitgliedern unmittelbar zugute.
Ein starkes Ergebnis für die Beschäftigten
Mit diesem Tarifabschluss konnten wesentliche Forderungen der GDL umgesetzt werden. Dazu zählen insbesondere:
- spürbare Einkommenssteigerungen
- strukturelle Verbesserungen durch Reform der Entgelttabellen
- eine stärkere Anerkennung von Ausbildungs- und Prüftätigkeiten
- bessere Zuschläge für belastende Arbeitszeiten
- stark erweiterter Anwendungsbereich von GDL-Tarifverträgen durch teilweise Abbedingung des TEG





