GDL-Umfrage zu aktuellen Arbeitsbelastungen
Hohe Belastung, wachsende Unsicherheit, klarer Handlungsbedarf!
Zum diesjährigen Welttag für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit haben wir euch zu den aktuellen Belastungen im Bahnsystem befragt. Rund 900 Kolleginnen und Kollegen haben sich beteiligt.
Die wichtigsten Ergebnisse:
- 87,9 % des Zugbegleitpersonals nennen Bedrohung durch Gewaltausübung durch Kunden als Belastung, auch bei Lokomotivführern liegt dieser Wert inzwischen bei 55,4 %
- Hinzu kommen bei beiden Berufsgruppen hohe Belastungen durch Störungen und Unterbrechungen, lückenhafte Informationen, unklare Verantwortlichkeiten, schlechte Pausen- und Sanitärräume, lange Arbeitszeiten und der schwierigen Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben
- Rangierpersonal: massive Informationsdefizite, hohe Unfallrisiken, körperliche Überlastung
- Servicepersonal: Dauerstress durch Lärm, Konflikte und hohe physische Belastung
- Disposition: IT-Probleme, extreme Arbeitsverdichtung und Zeitdruck
- Fahrdienstleitung: hohe Konzentrationslast, Informationsmängel, wenig Erholung
- Verwaltung: hohe Arbeitsdichte, Führungs- und Organisationsdefizite
Sicherheitsfragen müssen daher auch vor Ort das zentrale Thema werden. Belastung im Bahnbetrieb entsteht heute aus einer gefährlichen Mischung aus Unsicherheit, schlechter Organisation, Zeitdruck und fehlender Unterstützung.
Die Ergebnisse bestätigen unsere bisherige Linie: Mehr Schutz, bessere Arbeitsorganisation,spürbare Verbesserungen bei Arbeitszeit, Erholung und Unterstützung, mehr Verbindlichkeit bei Arbeitgebern und Politik.
Unser Auftrag für die Betriebsratswahlen:
Mit dieser Datenlage können GDL-Betriebsräte die Interessen der Bahnbeschäftigten noch klarer vertreten. Die GDL wird sich mit Nachdruck dafür einsetzen, diese Missstände klar zu benennen und spürbare Verbesserungen der Arbeitsbedingungen gegenüber den Arbeitgebern einzufordern.
Belastungen benennen. Sicherheit erhöhen.
Bedingungen verbessern.
GDL wählen!
