Mecklenburgische Bäderbahn Molli GmbH
Sehr guter Abschluss – Fortsetzung der erfolgreichen Tarifpartnerschaft
Auch wenn die Tarifverträge bei der Mecklenburgischen Bäder-bahn (Molli) erst Ende 2027 ausgelaufen wären, haben der Arbeitgeberverband Deutscher Eisenbahnen, Molli und die GDL am 3. November 2026 in Berlin Tarifverhandlungen geführt.
Das erklärte Ziel beider Seiten ist es weiterhin, die Arbeitsbedingungen bei Molli im Marktniveau des Eisenbahnbereiches zu halten.
Folgende Verbesserungen wurden nach nur einer einzigen Verhandlungsrunde vereinbart (Aufzählung nicht abschließend):
Neben den bereits für die Jahre 2026 und 2027 vereinbarten Entgelterhöhungen steigen die Entgelte am 1. Januar 2028 und 1. Januar 2029 jeweils um weitere drei Prozent;
• Einmalzahlungen im Dezember 2026 und 2027 in Höhe von jeweils 500 Euro für Arbeitnehmer und 250 Euro für Azubis;
• Absenkung der regelmäßigen Arbeitszeit auf die 35,5-Stunden-Woche im Jahr 2028 und auf die 35-Stunden-Woche im Jahr 2029 ohne zeitanteilige Kürzung des Entgeltes;
• Ab 2028: Erhöhung der Leistungs- und Treueprämie um knapp 200 auf 800 Euro (unantastbarer Sockel: 400 Euro);
• Erhöhung der tarifvertraglichen Zulagen zum 1. Januar 2028;
• Erhöhung der betrieblichen Altersvorsorge in zwei Schritten auf 2,4 Prozent;
• Gewährung einer jährlichen Erholungsbeihilfe von 156 Euro über FairnessBahNEn e.V. ab 2027 (nur für GDL-Mitglieder);
• Überproportionale Erhöhung bzw. Einführung von Zulagen zur Anerkennung persönlicher Zusatzausbildungen und Einsatzbereitschaft;
• Überproportionale Erhöhung der Azubivergütungen und des Weihnachtsgeldes für Azubis.
Der Arbeitgeber hat seinen Beschäftigten mit dem Tarifabschluss klar signalisiert, dass er das im Eisenbahnbereich geltende Marktniveau anerkennt und fortführen möchte.
Der Tarifabschluss steht derzeit noch unter Gremienvorbehalt.
