Pressemitteilung

Schluss mit dem gefährlichen Sparkurs im Nahverkehr

Nach Angriff auf Zugpersonal in Sachsen: GDL-Bezirk Mitteldeutschland fordert sofortigen Stopp der Kürzungspläne im sächsischen Nahverkehr – Petition zum Erhalt der Zugbegleiter gewinnt neue Dringlichkeit.

Nach Angriff auf Zugpersonal in Sachsen: GDL Bezirk Mitteldeutschland fordert sofortigen Stopp der Kürzungspläne im sächsischen Nahverkehr – Petition zum Erhalt der Zugbegleiter gewinnt neue Dringlichkeit.
 
Dresden, 3. Juni 2026 – Der Angriff auf Beschäftigte in einer Regionalbahn der Deutschen Bahn zwischen Ottendorf-Okrilla-Nord und Laußnitz ist ein weiterer Beleg dafür, wie gefährlich der Dienst im Zug geworden ist. Nach Medienberichten wurde eine Zugbegleiterin bedrängt. Als der Lokführer eingriff, wurde er brutal angegriffen und verletzt.
 
Für den GDL-Bezirk Mitteldeutschland ist klar: Dieser Vorfall ist keine Randnotiz. Er ist eine Warnung – und zwar an alle, die Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter im sächsischen Nahverkehr wegsparen wollen.
 
„Wer jetzt noch Personal aus den Zügen streichen will, hat den Bezug zur Realität verloren. Zugbegleiter abzubauen heißt, Beschäftigte und Fahrgäste schutzloser zu machen“, erklärt Thomas Rüge, Vorsitzender des GDL-Bezirks Mitteldeutschland.
Die GDL warnt mit ihrer Petition zum Erhalt von Zugbegleitern im Nahverkehr in Sachsen seit Langem vor genau dieser Entwicklung. Weniger Personal bedeutet weniger Sicherheit. Punkt.
 
Kameras greifen nicht ein. Notrufsysteme deeskalieren nicht. Konzepte auf Papier schützen niemanden vor Gewalt. Sicherheit entsteht durch Menschen im Zug – durch geschultes Personal, das vor Ort ist.
 
Deshalb fordert die GDL Mitteldeutschland den sofortigen Stopp aller Pläne zum Abbau von Zugbegleitern im sächsischen Nahverkehr. Wer Sicherheit ernst nimmt, darf kein Personal streichen. Im Gegenteil: Die GDL fordert seit Jahren nicht weniger, sondern mehr Personal in den Zügen. Auf belasteten Linien, in den Abendstunden, an Wochenenden, bei Großveranstaltungen und in konfliktträchtigen Lagen braucht es eine Doppelbesetzung. Das schützt Beschäftigte, stärkt das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste und sorgt für einen besseren Nahverkehr. Außerdem braucht es endlich in jedem Zug Rückzugsräume für das Bahnpersonal. Es ist ein Skandal, dass Beschäftigte in eskalierenden Situationen oft kaum eine geschützte Möglichkeit haben, sich in Sicherheit zu bringen.
 
„Unsere Kolleginnen und Kollegen sind keine Sparmasse. Wer sie allein im Zug lässt, nimmt die bekannten Gefahren billigend in Kauf. Das werden wir nicht hinnehmen“, so Thomas Rüge für die GDL Mitteldeutschland
 
Die GDL Mitteldeutschland ruft Fahrgäste, Beschäftigte und Unterstützer dazu auf, die Petition zum Erhalt von Zugbegleitern im Nahverkehr in Sachsen zu unterzeichnen. Stand jetzt hat diese bereits3.861 Unterzeichnende.
 
Den betroffenen Kolleginnen und Kollegen wünscht die GDL schnelle und vollständige Genesung. Von Politik, Aufgabenträgern und den Eisenbahnverkehrsunternehmen erwartet die GDL jetzt mehr als Betroffenheitsbekundungen: Schluss mit dem Personalabbau, Doppelbesetzung auf den Zügen und sichere Rückzugsräume für das Bahnpersonal.
 
 
Zusätzlich stellen wir Ihnen noch das GDL-Grundsatzpapier Schutz vor Gewalt im Bahnsystem zur Verfügung. 
 
Für Rückfragen steht Ihnen unser Bezirksvorsitzender Thomas Rüge unter folgenden Kontaktdaten gerne zur Verfügung: 
 
GDL-Bezirk Mitteldeutschland
Kontakt: Thomas Rüge, Vorsitzender GDL-Bezirk Mitteldeutschland
Telefon: 0160 92383337
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