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Tarifrunde 2026

Saarbahn bleibt auf Blockadekurs – GDL kündigt weiteren Streik an

Die GDL ruft von Samstag, 13. Juni 2026, 3:20 Uhr, bis Montag, 15. Juni 2026, 3:20 Uhr zum Streik bei der Saarbahn GmbH auf.

Nachdem der Arbeitgeber weiterhin kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt hat, ruft die GDL ihre Mitglieder sowie nicht organisierte Arbeitnehmer bei der Saarbahn GmbH von Samstag, 13. Juni 2026, 3:20 Uhr, bis Montag, 15. Juni 2026, 3:20 Uhr zum Streik auf. Die GDL wertet die anhaltende Verweigerungshaltung der Arbeitgeberseite als bewusste Provokation und folglich als Fortsetzung des Konflikts. 

Trotz des einstimmigen Ergebnisses der Urabstimmung und der bereits laufenden Arbeitskampfmaßnahmen liegt weiterhin kein neues Angebot vor, das eine ernsthafte Annäherung am Verhandlungstisch ermöglichen würde. Stattdessen hält die Saarbahn als kommunales Unternehmen an ihrer Blockade und dem damit verbundenen Sozialdumping fest.

Es ist die öffentliche Hand, die es nun sprichwörtlich in der „Hand“ hat, weitere Eskalationen zu vermeiden. In anderen Städten mit vergleichbaren Verkehren, etwa in Karlsruhe, Kassel oder Chemnitz, konnte die GDL schließlich ohne einen einzigen Streiktag und damit ohne zusätzliche Belastung der kommunalen Haushalte gute Tarifergebnisse auf Marktniveau abschließen.

Mario Reiß, Bundesvorsitzender der GDL:
„Die Saarbahn hat es weiterhin selbst in der Hand, diesen Konflikt zu beenden. Stattdessen verweigert sie ihren Beschäftigten bis heute ein verhandlungsfähiges Angebot und zwingt sie damit weiter in den Arbeitskampf. Wir erwarten, dass der Arbeitgeber die Zeichen der Zeit nun endlich erkennt und ein verhandlungsfähiges Angebot unterbreitet, um an den Verhandlungstisch zurückzukehren und eine tragfähige Lösung zu ermöglichen.“

Die GDL fordert Entgelterhöhungen und strukturelle Verbesserungen des Entgeltsystems in einem Volumen von acht Prozent rückwirkend zum 1. Januar 2026, die Erhöhung aller dynamisierten Zulagen um acht Prozent, ein Weihnachtsgeld in Höhe von 100 Prozent, eine Zulage für geteilte Schichten, eine Zulage für den Einsatz auf zwei Schienensystemen sowie die Anhebung des Arbeitgeberbeitrags zur betrieblichen Altersvorsorge auf 2,4 Prozent. Vergleichbare und wirtschaftlich tragfähige Tarifabschlüsse konnten mit anderen kommunalen Arbeitgebern in ähnlicher Wirtschaftsstruktur längst erzielt werden.

Für Statements, Interviewanfragen oder weitere Rückfragen steht Ihnen unser Bezirksvorsitzender für den Bezirk Süd-West gerne zur Verfügung:

Nico Rebenack
Bezirksvorsitzender Süd-West
Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL)

Geschäftsstelle Mannheim
Kaiserring 14–16
68161 Mannheim

E-Mail: nico.rebenack@gdl.de
Telefon: 0160 97442318

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