Tarifrunde 2026

Saarbahn verweigert weiter tragfähige Einigung – GDL ruft zum Streik auf

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ruft ihre Mitglieder sowie nicht organisierte Eisenbahner bei der Saarbahn GmbH am Donnerstag, 28. Mai 2026, von 3:00 Uhr bis 11:00 Uhr zum Streik auf.

Hintergrund ist die anhaltende Verweigerungshaltung der Arbeitgeberseite in den laufenden Tarifverhandlungen. Bereits in der zweiten Verhandlungsrunde hat die Arbeitgeberseite die Gespräche eine Stunde vor dem regulären Ende verlassen und die Verhandlungen damit faktisch abgebrochen. 

Gleichzeitig weigern sich Saarbahn und Kommunaler Arbeitgeberverband Saar weiterhin, vergleichbare und für beide Seiten tragfähige tarifliche Konditionen anzuerkennen, wie sie mit zahlreichen anderen Tarifpartnern – die auch im Saarland im SPNV-Segment Eisenbahnen betreiben – längst einvernehmlich auf dem Verhandlungsweg vereinbart werden konnten. Trotz zwei geführter Verhandlungsrunden hat die Saarbahn noch nicht einmal ein Angebot unterbreitet und fordert von der GDL eine Abkehr ihrer Forderungen. 

Für die GDL ist dieses Verhalten nicht nachvollziehbar. Während anderorts mit bis zu 40 Wettbewerbsbahnen stets gangbare Lösungen auf dem Verhandlungsweg gefunden worden sind, haben die Verantwortlichen im Saarland sehenden Auges bewusst den Konflikt provoziert. 

Damit trägt die Arbeitgeberseite und der Eigentümer der Saarbahn die volle Verantwortung für die Auseinandersetzung und begibt sich auf einen gefährlichen Weg. Bisher galten nämlich auch für die Eisenbahner bei der Saarbahn die Regelungen, wie beispielsweise bei der DB Regio oder der vlexx GmbH. Eine Abkehr davon wäre ein politisch gewollter Weg ins Lohndumping! 

Die GDL fordert marktetablierte Entgelterhöhungen und strukturelle Verbesserungen des Entgeltsystems in einem Volumen von acht Prozent rückwirkend zum 1. Januar 2026, die Erhöhung aller dynamisierten Zulagen um acht Prozent, ein Weihnachtsgeld in Höhe von 100 Prozent, die Einführung einer Zulage für geteilte Schichten, einer BOStrab-Zulage (Zulage für den Einsatz auf zwei Schienensystemen) sowie die Anhebung des Arbeitgeberbeitrags zur betrieblichen Altersvorsorge auf 2,4 Prozent.

Lars Jedinat, stellvertretender Bundesvorsitzender der GDL:
„Die Arbeitgeberseite hat mit ihrem Verhalten unmissverständlich klargemacht, dass sie derzeit nicht an einer ernsthaften Einigung interessiert ist. Wer Verhandlungen abbricht, statt ein Angebot vorzulegen, provoziert den Streik bewusst. Die Kolleginnen und Kollegen bei der Saarbahn geben jetzt die Antwort auf eine Verweigerungshaltung, die längst jede sachliche Rechtfertigung verloren hat.“

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Für Statements, Interviewanfragen oder weitere Rückfragen steht Ihnen unser Bezirksvorsitzender für den Bezirk Süd-West gerne zur Verfügung:

Nico Rebenack
Bezirksvorsitzender Süd-West
Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL)

Geschäftsstelle Mannheim
Kaiserring 14–16
68161 Mannheim

E-Mail: nico.rebenack@gdl.de
Telefon: 0160 97442318

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