Arbeitskampf WLE und RLG

Wirksamer Warnstreik unterstreicht GDL-Forderungen

Mit über 90 Prozent Streikbeteiligung und spürbaren Auswirkungen im Güterverkehr unterstreichen die Mitglieder der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ihre Forderungen bei der Westfälischen Landes-Eisenbahn (WLE) und der Eisenbahn Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH (RLG).

Sie haben am heutigen Mittwoch von 7:30 bis 10:30 Uhr in beiden Unternehmen die Arbeit niedergelegt. Die Eisenbahner setzten damit ein deutliches Zeichen an den Arbeitgeber, denn nach drei ergebnislosen Verhandlungsrunden und einer Sondierung gibt es immer noch keine Ergebnisse. Aufgrund eines nicht verhandlungsfähigen Angebotes und der fehlenden Zusage, für GDL-Mitglieder beider Unternehmen die GDL-Tarifverträge anzuwenden, hatte die GDL die Tarifverhandlungen am 26. Januar 2022 abgebrochen.

GDL ist Mehrheitsgewerkschaft in beiden Unternehmen

Die Blockadehaltung der Arbeitgeberseite ist in keiner Weise nachzuvollziehen – die GDL ist bei der WLE und RLG die Mehrheitsgewerkschaft und hat schon deswegen das Recht und die Pflicht, für alle Arbeitnehmer Tarifverträge abzuschließen. Die GDL rückt jedoch nicht von ihren Forderungen ab. Diese sind beispielsweise

GDL-Bundesvorsitzender Claus Weselsky: „Die Beschäftigten werden nicht ruhen, bis ihre berechtigten Forderungen erfüllt sind. Der Arbeitgeber sollte sich besinnen und schnellstens ein verhandelbares Angebot vorlegen. Dann ist der Weg für weitere Verhandlungen frei.“

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