Wenn bei der DB Cargo AG – leider nur der Presse zu entnehmen - deutschlandweit insgesamt elf Werkstätten, darunter das Werk Mainz-Bischofsheim, geschlossen werden sollen und mindestens 170 Mitarbeiter von Entlassungen betroffen sind, ist das ein Skandal.
„Darüber hinaus entstehen weitere massive Probleme, die nicht allein auf die DB-Cargo, sondern auch auf die anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen abstrahlen“, ist sich der Bundesvorsitzende der GDL - Mario Reiß - sicher. Das derzeitige flächendeckende Instandhaltungsnetz würde bei Schließung der zehn Außenstellen Rostock, Osnabrück, Magdeburg, Senftenberg, Hamburg-Billwerder, Offenburg, Ingolstadt, Regensburg, Emden und Stendell auf fünf Standorte heruntergeschrumpft. „Demzufolge ist dann zu erwarten, dass sich der Aufwand für die Zuführung von Fahrzeugen eklatant erhöhen wird“, so Reiß weiter.
„Die Konzentration auf fünf Standorte würde einen hohen Personalverlust, und zwar über die Zahl von 170 Arbeitsplätzen hinaus, bedeuten,“ so der GDL-Chef Mario Reiß. Da im Ergebnis dieser Planung ein sehr großer Teil der nutzbaren Werke geschlossen werden sollen, wird sich der Verkehr durch Leerfahrten, Zufahrten und Schadzügen in den hochbelasteten Strecken weiter erhöhen. Die daraus resultierende Streckenbelastung führt zu einer Erhöhung der Verspätungen und Stauwirkungen.
Betriebsräte einbeziehen
Ein solches Handeln wird die angeschlagene Wirtschaftlichkeit des Unternehmens DB Cargo verstärken, denn die Fahrzeugverfügbarkeit wird verringert. Das Fachpersonal wird noch ineffizienter eingesetzt und dementsprechend ein positives Unternehmensergebnis in weite Ferne gerückt.