Wahlberechtigte bestätigen Kurs der GDL bei Urabstimmung einstimmig

Saarbahn-Streik der GDL wird ausgeweitet

100 Prozent der Wahlberechtigten stimmten bei der Urabstimmung für weitergehende Streikmaßnahmen. Dieses einstimmige Votum ist ein unmissverständlicher Beleg für die Entschlossenheit der GDL-Mitglieder bei der Saarbahn sowie deren volle Unterstützung für die Forderungen und den Kurs der GDL.

Vor diesem Hintergrund ruft die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ihre Mitglieder und nicht-organisierte Arbeitnehmer zum Streik von Freitag, 5. Juni 2026, 17:00 Uhr, bis Samstag, 6. Juni 2026, 3:15 Uhr bei der Saarbahn GmbH auf.

Das Ergebnis der Urabstimmung ist ein klares Signal aus dem Betrieb. Es eröffnet der GDL die Möglichkeit, zu längeren – und auch zu unbefristeten – Arbeitsniederlegungen aufzurufen. Aus Sicht der GDL trägt allein die Saarbahn die Verantwortung für die weitere Eskalation, da sie bis heute kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt hat. Bereits in der zweiten Tarifverhandlung verlangte der Arbeitgeber stattdessen, dass die GDL ihre Forderungen teilweise zurücknimmt oder abschwächt, und tarnte seine Verweigerungshaltung mit angeblichen Verständnisfragen. Eins ist klar: Eine Ungleichbehandlung von Eisenbahnern wird es mit der GDL nicht geben. 

Die GDL fordert unter anderem Entgelterhöhungen und strukturelle Verbesserungen des Entgeltsystems in einem Volumen von acht Prozent rückwirkend zum 1. Januar 2026, die Erhöhung aller dynamisierten Zulagen um acht Prozent, ein Weihnachtsgeld in Höhe von 100 Prozent, eine Zulage für geteilte Schichten, eine Zulage für den Einsatz auf zwei Schienensystemen sowie die Anhebung des Arbeitgeberbeitrags zur betrieblichen Altersvorsorge auf 2,4 Prozent. Vergleichbare und wirtschaftlich tragfähige Tarifabschlüsse konnten mit anderen, wirtschaftsstrukturell vergleichbaren kommunalen Arbeitgebern – beispielsweise in Kassel, Chemnitz und Karlsruhe – längst erzielt werden.

Mario Reiß, Bundesvorsitzender der GDL:


„Dieses einstimmige Ergebnis ist ein glasklares Votum. Die Beschäftigten haben der Saarbahn damit unmissverständlich gezeigt, dass sie weder weitere Hinhaltetaktik noch Scheinargumente akzeptieren und geschlossen hinter den Forderungen der GDL stehen. Wer auch nach einem solchen Signal kein verhandlungsfähiges Angebot vorlegt, entscheidet sich bewusst gegen eine Lösung am Verhandlungstisch und für die weitere Eskalation zulasten der Beschäftigten, der Fahrgäste und der Infrastruktur der Region. Wenn KAV SAAR und die Saarbahn diese Blockadehaltung nicht schleunigst aufgeben, ist die Ausweitung der Arbeitskämpfe die unausweichliche Folge.“

 

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