Pressemitteilung

Saarbahn bleibt bei unlauteren Manövern – GDL ruft zu weiterem Streik auf

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ruft ihre Mitglieder sowie nicht organisierte Arbeitnehmer bei der Saarbahn GmbH ab Donnerstag, 9. Juli 2026, 17:00 Uhr, zu einer weiteren Streikmaßnahme auf. Das Ende des Streiks wird gesondert bekannt gegeben.

Die GDL bedauert die Auswirkungen auf die Fahrgäste der Saarbahn ausdrücklich. Angesichts der fortgesetzten Verweigerungshaltung des Arbeitgebers sind ihr jedoch die Hände gebunden. Die Saarbahn hat bis heute kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. Bereits in der zweiten Tarifverhandlung blieb ein Angebot vollständig aus, das Angebot vom 19. Juni 2026 wurde dem Begriff „Angebot“ kaum gerecht, und am 25. Juni 2026 ließ der Arbeitgeber die geplante dritte Tarifverhandlung in Berlin platzen.

Die Entschlossenheit der Beschäftigten ist eindeutig. Sowohl die Urabstimmung als auch die bisherigen Streikmaßnahmen wurden mit 100-prozentiger Beteiligung getragen. Die Saar bahn ignoriert damit nicht nur die berechtigten Forderungen der Beschäftigten, sondern auch das klare Signal aus dem Betrieb.

Aus Sicht der GDL verschärft der Arbeitgeber den Konflikt inzwischen bewusst auch auf einer anderen Ebene. Mit dem Versuch, über tarifpolitische Konstruktionen und die Einbeziehung anderer Gewerkschaften Druck auf die Lokomotivführer auszuüben, soll nach Auffassung der GDL nicht nur Tarifflucht durch die Hintertür betrieben, sondern auch die grundgesetzlich geschützte Organisationsfreiheit der Beschäftigten angegriffen werden. Die GDL wird sich davon nicht beeindrucken lassen und steht uneingeschränkt hinter ihren Mitgliedern.

Die GDL fordert weiterhin einen leistungsgerechten Tarifabschluss auf dem Niveau vergleichbarer kommunaler Arbeitgeber. 

Mario Reiß, Bundesvorsitzender der GDL:
„Die Beschäftigten der Saarbahn haben mit ihrer hundertprozentigen Beteiligung an der Urabstimmung und an den bisherigen Streikmaßnahmen unmissverständlich klargemacht, dass sie die Hinhaltetaktik des Arbeitgebers nicht akzeptieren. Wir bedauern die Belastungen für die Fahrgäste ausdrücklich, aber die Verantwortung dafür trägt allein die Saarbahn. Wer kein verhandlungsfähiges Angebot vorlegt, alles gegen die Mitarbeiter in Stellung bringt und stattdessen versucht, Gewerkschaften gegeneinander auszuspielen, verlässt endgültig den Boden einer normalen Tarifauseinandersetzung. Egal wie lange es dauern soll, wir bleiben als GDL konstruktiv und hoffen, dass der Arbeitgeber die angesetzten Gespräche nutzt, um doch noch zu einem lösungsorientierten Kurs zurückzufinden und die angekündigten Streikmaßnahmen im Sinne der Fahrgäste möglicherweise abzuwenden.“

 

Für Statements, Interviewanfragen oder weitere Rückfragen steht Ihnen unser Bezirksvorsitzender für den Bezirk Süd-West gerne zur Verfügung:

Nico Rebenack
Bezirksvorsitzender Süd-West
Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL)

Geschäftsstelle Mannheim
Kaiserring 14–16
68161 Mannheim

E-Mail: nico.rebenack@gdl.de
Telefon: 0160 97442318

 

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