DB Cargo
Missmanagement statt produktiver Sanierung
Die Lage bei der DB Cargo ist und bleibt brisant. Statt einer grundlegenden Sanierung beobachten wir Missmanagement, das wir auf der anstehenden Aufsichtsratssitzung schonungslos zur Sprache bringen werden.
Personalabbau ist keine Produktivitätssteigerung
Allein im Zeitraum Juni 2025 bis Juni 2026 hat DB Cargo in etwa 3.000 Vollzeitstellen abgebaut. Aber ohne produktives Personal kann der Güterverkehr nicht funktionieren und wirtschaftlich arbeiten. Wie will DB Cargo Gewinne einfahren, wenn niemand mehr da ist, der die Züge und damit die Güter fährt? Das Management vernachlässigt das Kerngeschäft und will die „schwarze Null“ nur durch Veräußerungen retten.
Sanierung durch Sanierung
Die DB Cargo läuft seit Jahren auch deswegen defizitär, weil die vorhandenen Ressourcen ineffizient genutzt werden: zu viele Leerzeiten, sinkende Qualität und mangelnde Flexibilität. Dabei könnte die DB Cargo gerade von der milliardenschweren Sanierung der deutschen Schieneninfrastruktur profitieren und die benötigten Materialien an die Baustellen transportieren.
Die GDL wird sich dafür einsetzen, dass die DB Cargo mit sinnvollen Entscheidungen, der Nutzung ihrer bereits vorhandenen Infrastruktur und ohne weiteren Personalabbau in der Produktion wieder zu einem gewinnbringenden Unternehmen und sicheren Arbeitgeber umgebaut wird.
Ein Aufschub der EU zu ihrem Sanierungsultimatum darf nicht dazu genutzt werden, den eingeschlagenen Holzweg weiterzugehen. Er muss für eine Kurskorrektur genutzt werden, die die Produktivität im Güterverkehr an erste Stelle stellt und nicht nur den Rotstift kennt.
Wir werden hier nicht lockerlassen und als starke Gewerkschaft dafür eintreten, dass der Schienengüterverkehr mit eisenbahnerischem Knowhow wieder in die Spur kommt!
