Am 21. Mai 2026 setzten die GDL und der für die Saarbahn ver-handelnde Kommunale Arbeitgeberverband Saar (KAV Saar) die Tarifverhandlungen mit der zweiten Verhandlungsrunde für die Saarbahn fort. Leider ohne Annäherung!
Am 21. Mai 2026 setzten die GDL und der für die Saarbahn verhandelnde Kommunale Arbeitgeberverband Saar (KAV Saar) die Tarifverhandlungen mit der zweiten Verhandlungsrunde für die Saarbahn fort. Leider ohne Annäherung!
Die Tarifverhandlungen bestanden arbeitgeberseitig jedoch aus Worthülsen, der Vermeidung von Annäherungen und ständigen Provokationen. Zudem erlebte die GDL verdrießlicherweise eine unvorbereitete, unprofessionelle Arbeitgeberseite, die ihresgleichen sucht. Die GDL hat schon vor Wochen weitere Unterlagen zugeleitet, die das arbeitgeberseitige Verständnis fördern sollten, doch die erhoffte Erkenntnisfindung des Arbeitgebers trat nicht ein. Trotz mehrfacher Aufforderung weigerte sich die Arbeitgeberseite, ein Angebot vorzulegen. „Die Besonderheiten der Saarbahn muss die GDL anerkennen“ ertönte es mehrfach von der Arbeitgeberseite. Auf deutsch: die GDL muss erst einmal Forderungen zurücknehmen, um sich so eines Angebotes als „würdig zu erweisen“. Darüber hinaus wurde sogar der Verlust von Arbeitsplätzen in den Raum gestellt, wenn die GDL an ihren Forderungen festhält.
Die passende, einstimmige Antwort der Unternehmenstarifkommission der Saarbahn, des geschäftsführenden Vorstands und der GDL-Mitglieder darauf ist das Scheitern der Tarifverhandlungen!
Natürlich hat der Arbeitgeber, wie auch schon in den Tarifverhandlungen zum TV-N, Streiks der GDL einkalkuliert. Und die bekommt er nun auch von der GDL. Ein erster Streik wird rechtzeitig bekannt gegeben. Unabhängig davon hat die Unternehmenstarifkommission die Einleitung der Urabstimmung beschlossen. Diese beginnt bereits Ende der kommenden Woche.
Lokomotivführer sind Lokomotivführer, egal, ob sie in einem kommunalen Unternehmen oder einem privaten Unternehmen beschäftigt sind. Das ist der Maßstab für die GDL und damit sind deutliche Lohnerhöhungen verbunden. Um die geht es. Deshalb geht es nun auf die Straße!
Aushang: Kein Angebot – GDL erklärt das Scheitern der Tarifverhandlungen –Urabstimmung beschlossen