Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und die Deutsche Bahn AG haben ihre Tarifverhandlungen erfolgreich abgeschlossen.
Nach intensiven, aber konstruktiven Gesprächen konnte eine Einigung am Verhandlungstisch erzielt werden.
Der Tarifabschluss stärkt den Kernbetrieb Eisenbahn und hebt die materielle Grundlage zahlreicher Berufsgruppen auf ein neues Niveau. Ziel war es, die Attraktivität der Eisenbahnberufe nachhaltig zu erhöhen, die Leistungsfähigkeit des Systems Bahn zu sichern und die Arbeits- sowie Lebensbedingungen der Beschäftigten spürbar zu verbessern.
Die zentralen Ergebnisse im Überblick:
Lineare Entgelterhöhungen
Einmalzahlungen
Entgeltstruktur und neue Entgeltstufe
Verbesserte Eingruppierungen
Zulagen
Laufzeit
Tarifeinheitsgesetz (TEG)
Gemeinsame soziale Einrichtung
Mario Reiß, Bundesvorsitzender der GDL
„Mit diesem Tarifabschluss ist es gelungen, die Arbeits- und Einkommensbedingungen im Kernbetrieb der Eisenbahn nachhaltig zu verbessern. Wir stärken damit nicht nur die materielle Grundlage unserer Mitglieder, sondern setzen auch ein klares Signal für die Attraktivität der Eisenbahnberufe insgesamt. Besonders wichtig war uns, erfahrene Kolleginnen und Kollegen angemessen zu würdigen und zugleich die Nachwuchssicherung spürbar zu verbessern. Dieses Ergebnis ist ein Beitrag zur Stabilität des Systems Bahn und zur Zukunftsfähigkeit des Berufsstandes.“
Thomas Gelling, Leiter der Tarifabteilung der GDL
„Die teilweise Abbedingung des Tarifeinheitsgesetzes ist ein bedeutender erster Schritt für tarifliche Klarheit und Betriebsfrieden. Auch GDL-Mitglieder in Minderheitsbetrieben profitieren bald von den Entgeltnormen dieses Abschlusses. Nach fünf Jahren praktischer Erfahrung mit dem TEG war es wichtig, hier wieder mehr Verlässlichkeit und Gerechtigkeit im Tarifsystem herzustellen. Das entschärft bestehende Konfliktpotenziale und stärkt die tarifliche Autonomie der Fachgewerkschaften.“