Der KAV SAAR setzt Medienmeldungen und will die für den 25.6.2026 vereinbarten Tarifverhandlungen mit der GDL offensichtlich absagen.
Will sich die Saarbahn so aus der Verantwortung stehlen? Aber ohne Verhandlungen aktiviert man erneut die Auseinandersetzung. Es gibt nur einen Weg: Ein Tarifabschluss mit der GDL, auf Basis der marktüblichen Regelungen. Die GDL ist sich ihrer Verantwortung bewusst und wird nach wie vor für die vereinbarten Verhandlungen am 25.6. um 14 Uhr bereitstehen. Zu Lasten aller Beteiligten provoziert diese Arbeitgeberseite mit falschen öffentlichen Verlautbarungen die GDL, setzt auf eine untaugliche Verzögerungstaktik und versucht Lohndumping bei den Eisenbahnern der Saarbahn zu etablieren. Das wird nicht gelingen!
Unsere Forderungen liegen seit Langem offen auf dem Tisch und wurden in zwei „Verhandlungsterminen“ bereits vor einigen Wochen vollumfänglich von der GDL erläutert. Jetzt so zu tun, als kämen die Inhalte aus dem Forderungspapier überraschend oder seien plötzlich nicht mehr verhandelbar, ist unterirdisch, unnötig und der traurige Beweis von Unfähigkeit. Die GDL hat bisher an jeder möglichen Stelle Rücksicht auf die regionalen Umstände genommen. Das beweist auch die aktuelle Streikpause mit Blick auf die Special Olympics und deren Bedeutung für das Saarland. Der Versuch einer GDL nun kurzfristig über die Öffentlichkeit abermals den schwarzen Peter zuschieben zu wollen, ist mehr als unredlich.
Man muss sich entscheiden: Wenn die Saarbahn und der KAV SAAR einen funktionierenden Sommerverkehr im Saarland wollen, haben sie nur eine Chance: den vereinbarten Verhandlungstermin wahrnehmen und ernsthaft mit der GDL verhandeln. Ergebnisse werden im Tarifgeschäft immer am Verhandlungstisch erzielt. Wer diese Chance nicht nutzt, kalkuliert eine weitergehende Eskalation und den Schaden für die Region fest ein.
Sollte die Saarbahn ihre Verweigerungshaltung fortführen, ist die Verschärfung der Tarifauseinandersetzung die schlusslogische Folge deren Verantwortung einzig die Arbeitgeberseite trägt. Dass die GDL-Mitglieder geschlossen hinter ihren Forderungen stehen, haben sie in den vier zurückliegenden Streikmaßnahmen eindrucksvoll bewiesen.
Aushang: Arbeitgeber will offenbar gar nicht verhandeln