Die GDL ist die älteste deutsche Gewerkschaft

Keine Gewerkschaft vertritt die Interessen des Zugpersonals besser als die GDL

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GDL: Wir über uns



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Ursprung und Entwicklung der GDL

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ist die älteste Berufsgewerkschaft Deutschlands. Sie vertritt die Interessen des gesamten Zugpersonals im Eisenbahnverkehrsmarkt. Mit einem Organisationsgrad von mehr als 80 Prozent bei den Lokomotivführern der DB und 70 Prozent bei den privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen sowie zwei Drittel der Zugbegleiter und Bordgastronomen beweist die GDL Stärke, wenn es darauf ankommt. Die GDL hat 34 000 Mitglieder.

  • 1867 Unter dem Leitgedanken „Hilfe zur Selbsthilfe“ gründeten F. Schirmer, J. Scotti und C. Maaß den Verein Deutscher Lokomotivführer (VDL). Ziel war es, die mangelhafte Altersversorgung der Lokomotivführer durch die Schaffung einer Hilfskasse zu verbessern. Daneben stärkte der Verein das Zusammengehörigkeitsgefühl der Lokomotivführer, forderte Arbeitsentlastungen und setzte sich für mehr Sicherheit im Eisenbahnverkehr ein.
  • 1919 Der VDL wandelte sich um in die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer.
  • 1937 Da in Nazideutschland für Gewerkschaften kein Platz mehr war, wurde die GDL trotz starken Widerstands gegen den Verlust der Selbständigkeit zerschlagen.
  • 1946/1947 Nach dem Ende des Dritten Reiches kam es in den westlichen Besatzungszonen zu ersten Wiedergründungen von GDL-Ortsgruppen.
  • 1949/1950 Die erste Generalversammlung der GDL nach Kriegsende beschloss 1949 den Beitritt zum Deutschen Beamtenbund (dbb). Dieser wurde im März 1950 vollzogen.
  • 1989 Unter Beteiligung der GDL wurden in Rom die Autonomen Lokomotivführer-Gewerkschaften Europas (ALE) gegründet. Die ALE vereinigt autonome europäische Gewerkschaften und Berufsverbände, die Lokomotivführer und weiteres Eisenbahnpersonal organisieren.
  • 1990 In der damaligen DDR wurde die GDL-DDR als erste freie Gewerkschaft wiedergegründet.
  • 1991 Vereinigung der beiden Lokomotivführergewerkschaften in Ost und West zur gesamtdeutschen GDL.
  • 2002 Die GDL verhinderte die Regio-Ergänzungstarifverträge, mit denen die DB eine drastische Personalkostenabsenkung erzielen wollte. Dadurch legte sie den Grundstein zur Eigenständigkeit im Tarifbereich.
  • 2006 Beschluss der Generalversammlung in Fulda, Tarifverträge für das Zugpersonal abzuschließen und Entwicklung des Fahrpersonaltarifvertrags.
  • 2007/2008 Die GDL erkämpfte den Lokomotivführertarifvertrag (LfTV) bei der DB und sicherte damit ihr Recht als eigenständiger Tarifpartner.
  • 2011 Um den Wettbewerb über die Lohnkosten im Schienenpersonennahverkehr zu beenden, entwickelte die GDL den Bundes-Rahmen-Lokomotiv-führertarifvertrag (BuRa-LfTV). Der dazugehörige Betreiberwechseltarifvertrag schützt die GDL-Mitglieder vor Arbeitslosigkeit und Lohneinbußen bei Streckenverlust. Im weiteren Verlauf erfolgte die Verankerung des BuRa-LfTV auch bei den Wettbewerbsbahnen.
  • 2012 Auf der Bonner Generalversammlung beschloss die GDL die Schaffung eines Flächentarifvertrags für das Zugpersonal, um auch dort den Wettbewerb über die Personalkosten zu beenden.
  • 2014/2015 Abschluss des Bundesrahmentarifvertrags für das Zugpersonal (BuRa-Zug TV) mit der DB. Die GDL erhielt damit das Recht auf die eigenständige Tarifierung ihrer Mitglieder des Zugpersonals. Seit 2015 Verankerung des BuRa-Zug TV in den Wettbewerbsbahnen.
  • 2016/2017 Unter dem Motto „Mehr Plan, mehr Leben“ setzte die GDL bei der DB verbesserte Arbeitszeit- und Ruhezeitregelungen und eine verbindliche Schichtplanung für das Zugpersonal durch. Dadurch erreichte sie eine verlässliche Planung der Freizeit, die bessere soziale Einbindung der Beschäftigten und die Erhöhung der Attraktivität der Berufe des Zugpersonals.
  • 2018 Die GDL treibt die Anwendung dieser Regelungen weiterhin bei den Wettbewerbsbahnen voran.

Die Gründer der GDL


F. Schirmer, 1812 - 1871, Vorsitzender

J. Scotti, 1834 - 1913, Schriftführer

C. Maass, 1821 - 1892, Schatzmeister

X. Sperl, Revisor

» GDL-Kurzporträt

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