GDL

GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer



*** Unzureichende Internetverbindung - Offlineseite vom 19.10.2021 - 11:17   ? ***

Wer nicht hartnäckig ist, wird am Ende viel verlieren

Solidaritaetserklaerung - 11.09.2021

Sehr geehrter Herr Weselsky, ich würde mir wünschen, dass wir mehr solche Gewerkschaftsführer wie Sie hätten. Man muss im Leben auch mal für seine Ziele und Wünsche kämpfen. Wer nicht hartnäckig ist, wird am Ende viel verlieren.

Sie sind auch der Beweis, dass in großen Konzernen nicht nur eine Gewerkschaft das Sagen haben sollte, sondern es eine Konkurrenz unter den Gewerkschaften geben müsste, um so eine Situation zu erzeugen, dass der Arbeiter, das Mitglied, nicht wenig gewinnt, sondern viel bekommt.

In vielen Branchen und Unternehmen bestimmt nur eine Gewerkschaft die Tarifverhandlung mit dem Unternehmen statt dass die Gewerkschaft sich der Konkurrenz stellt und somit versucht, als die andere Gewerkschaft, für seine Mitglieder das bessere Ergebnis zu erzielen. Sollte, wie in Ihrem Fall, die Konkurrenz-Gewerkschaft mit den Vorgang nicht einverstanden sein, so muss die andere Gewerkschaft einfach besser sein als die GDL. Ich finde es richtig und wichtig, dass es im Land einen gibt, der hinter den Arbeitern steht und für sie kämpft. Diese Vorgehensweise wünschte man sich bei einigen Parteien, besonders bei einer Partei, die aus einer Arbeiterbewegung entstanden ist. Die Gewerkschaften sind am Ende dadurch entstanden, dass sich die Arbeiter gewehrt und für ihre Rechte gekämpft haben. Das wird leider gerne mal vergessen.

Ich möchte nicht alle Gewerkschaften schlecht reden, aber etwas mehr Courage würde ich mir von vielen wünschen. Statt dass dieses Land Sie kritisiert, sollte man sich bei Ihnen eher bedanken, dass es noch solche Leute wie Sie gibt. Viele andere Gewerkschaften sind in Verhandlungen eher handzahm und das ist für die Mitglieder nicht gut. Ich hoffe doch sehr, dass Sie, Herr Weselsky, viel Zustimmung bekommen und dass man diese Hartnäckigkeit und angebliche Sturheit eher wertschätzt. Sie machen das schon richtig.

Gerd Scherrer, Koblenz/ Rheinland-Pfalz