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Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

Ortsgruppe Villingen

Bezirk Süd-West

GDL-Ortsgruppe Villingen



Geschichte der GDL

Vor fast 150 Jahren sahen die Eisenbahner schwarz. Das lag nicht nur an der Kohle. Eine lange Geschichte...

Lokomotivführer halten Gegenwind gut aus


Nur sehr verwegene Männer erklärten sich damals dazu bereit. Der Beruf des Lokomotivführers war einer der härtesten Wege, sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Monatliche Arbeitszeiten von 350 bis 450 Stunden - stehend in Rauch und Ruß, bei Wind und Wetter, bei geringem Gehalt - waren die Regel.
Unter dem Leitgedanken "Hilfe zur Selbsthilfe" initiierten Scotti, Maaß und Schirmer 1867 den Verein Deutscher Lokomotivführer (VDL). Damit war im ersten Schritt eine Hilfskasse geschaffen, die die mangelhafte soziale Sicherheit der Lokomotivführer ausgleichen konnte.
Der Verein bewirkte aber nicht nur eine Verbesserung der Alters- und Hinterbliebenenversorgung. Er forcierte das Zusammengehörigkeitsgefühl, stärkte das Selbstbewusstsein der Lokomotivführer, forderte festzuschreibende Arbeitsentlastungen, verbesserte die Aus- und Fortbildungsformen und machte sich stark für die technische Sicherheit der Eisenbahnen.

1919 wandelte sich der VDL in die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). 80 bis 90 Prozent des deutschen Lokomotivpersonals waren organisiert. Mit dem Ausruf der Weimarer Republik erhielten die Arbeitnehmerorganisationen das volle Koalitionsrecht.
In Nazideutschland war für Gewerkschaften kein Platz mehr. Obwohl sich die GDL gegen den Verlust der Selbstständigkeit wehrte, wurde sie 1937 zerschlagen. Aber das war nicht das Ende. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründeten sich in den westlichen Besatzungszonen neue Ortsgruppen der GDL. Die erste Generalversammlung beschloss den Beitritt der GDL zum Deutsche Beamtenbund (dbb), der im März 1950 vollzogen wurde.
1990 wurde die GDL als erste freie Gewerkschaft in der DDR gegründet. Im Jahr 1991 schlossen sich die beiden Lokomotivführer-Gewerkschaften zur gesamtdeutschen Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer zusammen.
Eine neue Ära beginnt.


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