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GDL-Ortsgruppe Schöneweide - Regio Berlin



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Ratgeber Tf LfTV

Mindestschichtlänge

Für jede Dienstschicht müssen mindestens 6 Stunden angerechnet werden. Bei geteilten Dienstschichten und Fortbildungsmaßnahmen gelten andere Grundsätze.

Fahrzeit auf dem Triebfahrzeug

Die Fahrzeit auf dem Tfz darf bei einer Tagesschicht 9 Stunden und bei einer Nachtschicht die mit mindestens 3 Stunden in den Zeitraum 23:00 Uhr und 06:00 Uhr fällt, 8 Stunden nicht überschreiten.
Im Streckendienst darf die ununterbrochene Fahrzeit auf dem Tfz 5 1/2 Stunden nicht überschreiten. Die Fahrzeit gilt als unterbrochen, wenn die Unterbrechung mindestens 10 Minuten andauert.

Veränderung der Definition der Fahrzeit auf dem Triebfahrzeug

Bei geplanten Unterbrechungen von bis zu 7 Minuten bleibt der Triebfahrzeugführer stets für das Fahren des Triebfahrzeugs verantwortlich. Standzeiten von mehr als 7 Minuten Dauer, mit Ausnahme der Halte während einer Zugfahrt, gehören nicht zur Fahrzeit.

Erholungsurlaub

Der Erholungsurlaub beträgt ab einer Betriebszugehörigkeit von 15 Jahren 29 Urlaubstage, ab einer Betriebszugehörigkeit von 20 Jahren 30 Urlaubstage im Urlaubsjahr.
Maßgebend für die Urlaubsdauer ist das Jahr der Betriebszugehörigkeit, das der Arbeitnehmer im Urlaubsjahr vollendet.

Mindestruhezeit am Dienstort

Bei Ruhezeiten in der Heimat muss die Dauer einer geplanten Ruhezeit unter Berücksichtigung des § 5 ArbZG mindestens der geplanten Länge der vorausgehenden Schicht entsprechen.

Arbeitszeitverteilung

Der Arbeitnehmer soll im Jahresabrechnungszeitraum grundsätzlich nicht mehr als 261 Schichten abzüglich des individuellen Erholungsurlaubsanspruchs, abzüglich der Anzahl der im Abrechnungszeitraum zu bewertenden Wochenfeiertage und abzüglich der sich aus der Übertragung ins Arbeitszeitkonto geteilt durch 8 Stunden rechnerisch ergebenden Schichtanzahl nach Satz 1 leisten.

Zeitzuschlag für Nachtarbeit

Der Arbeitnehmer erhält ab dem 01.01.2013, für in Schichten in der Zeit zwischen 20:00 Uhr und 06:00 Uhr angerechnete Arbeitszeit einen Zeitzuschlag in Höhe von 5 Minuten je volle Stunde.
Für die Berechnung des Zeitzuschlags werden die Zeiten minutengenau erfasst und fortlaufend addiert.
Hat die Summe der Zeitzuschläge 1/261 des individuellen regelmäßigen Jahresarbeitszeit-Solls des Arbeitnehmers erreicht, hat der Arbeitnehmer einen Anspruch auf einen Tag Zusatzurlaub.
Ist ein Arbeitnehmer im Kalenderjahr 50 Jahre oder älter und hat er im Kalenderjahr einen Anspruch von mindestens einen Tag Zusatzurlaub erworben, so erhöt sich sein erworbener Anspruch im Kalenderjahr insgesamt um einen weiteren Tag Zusatzurlaub.
Beispiel: Ein 50 jähriger Arbeitnehmer hat eine 30 jährige Betriebszugehörigkeit und einen Anspruch auf einen Tag Zusatzurlaub, dann erhält er für dieses Kalenderjahr 31 Tage Erholungsurlaub.

Absage von Arbeit

Der Arbeitgeber kann bei Ausfali, Teilaustall oder Veränderung der zeitlichen Lage von Arbeit dem Arbeitnehmer Arbeitszeit absagen. Wird der Arbeitnehmer

a) mehr als 24 Stunden vor Beginn der geplanten Schicht über den Ausfall I Teilausfall informiert, erfolgt keine Anrechnung der abgesagten Arbeitszeit.

b) innerhalb von 24 Stunden vor Beginn der geplanten Schicht über den Ausfall I Teilausfall I Veränderung der zeitlichen Lage informiert, wird der Zeitabschnltt der ursprünglich geplanten zeitlichen Lage der Schicht, der nicht mehr durch die zeitliche Lage der neu geplanten Schicht abgedeckt wird, zu 50 Prozent angerechnet.

c) erst nach sechs Uhr des Vortages oder nach dem späteren Ende der vorausgegangenen Vorschicnt, wenn diese bis 6:00 Uhr des Vortages begonnen hat, über den Ausfall von Arbeit innerhalb eines Dispositionszeitraums informiert, wird der Arbeitszeitwert
entsprechend Abs. 2 Buchst. e zu 50 Prozent angerechnet.

d) nach Beginn der Schicht über den Ausfalt I Teilausfall informiert, erfolgt neben der Anrechnung der geleisteten Arbeitszeit eine Anrechnung von 50 Prozent der abgesagten Arbeitszeit. ist die geleistete Arbeitszeit kürzer als sechs Stunden, werden sechs Stunden zuzügiich 50 Prozent der über sechs Stunden hinausgehenden abgesagten Arbeitszeit angerechnet.