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Alter Wein in neuen Schläuchen, kalter Kaffee frisch aufgewärmt.

Telegramm - 10.11.2015

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Dieser Tage muß man wieder vieles lesen, was man eigentlich nur als Provokation verstehen kann. Fangen wir mal von vorne an:

1. Herr Grube möchte noch vor der Automobilindustrie einen führerlosen Zug auf die Schiene bringen. Zeitlich ist das schon einmal extrem ambitioniert, da Daimler-Benz bereits seit Monaten einen fahrerlosen LKW testet. Andererseits gab es solche Versuche bereits vor 20 Jahren mit einer V60, diese wurden dann aber sang- und klanglos wieder eingestellt. Warum wohl? Sicherlich wird die Technik sich weiter entwickeln, wer aber in den vergangenen Tagen mal versucht hat einen Zug sauber zum stehen zu bringen wird bezweifeln das es in absehbarer Zeit in einem verhältnismäßigem Kostenrahmen möglich sein wird auf uns zu verzichten.

2. DB Regio plant offensichtlich wieder einmal die Einführung von "Dienstbeginn am Fahrzeug" (DaF). Mittelfristig dürfte das zum Verlust von Meldestellen und Sozialräumen usw. führen. Da liegt es an uns, dem Arbeitgeber einen Strich durch die Rechung zu machen. Möglich ist das durch die "Aufbewahrung der Arbeitsmittel beim Arbeitgeber" (Urteil des BAG 12.11.2013, 1 ABR 59/12). Da die Lokführer bei der RBSH nicht mehr verpflichtet sind UBK zu tragen betrifft es in ihrem Fall immerhin noch die Diensthandys, sofern sie ausschließlich dienstlich genutzt werden. Sollte "DaF" auch für die KiN eingeführt werden gibt es für diese natürlich mehr Potential.

3. Laut der "Stuttgarter Zeitung" plant man in Berlin wieder einmal die Gründung von Billigtöchtern, wie wir sie vor einigen Jahren schon einmal hatten. Bei uns sollte es das Nordnetz betreffen.

Kurz gesagt, es stehen uns wieder einmal unruhige Zeiten bevor, offensichtlich sehen die hohen Herren in Berlin ihre Felle (Boni) davonschwimmen. Da hilft nur Zusammenhalt und Durchsetzungvermögen unsererseits. Bleibt also am Ball.