GDL

GDL-Ortsgruppe Hannover



*** Unzureichende Internetverbindung - Offlineseite vom 24.09.2021 - 20:03   ? ***

DB AG

Mal unter Kollegen …

Aushang - 24.02.2021

… glaubt man es noch? Da möchte man der GDL die „Rote Kare“ zeigen? Hallo?!t Rückblick: 2002 hat die Transnet, also die Vorgängerbezeichnung der EVG, den Regio-Ergänzungstarifvertrag zugestimmt. Für Alle, die vor 19 Jahren noch nicht bei der Deutschen Bahn waren und Einige, die es schon vergessen haben, einige Kernpunkte:

Weniger Einkommen:
Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld werden um 25% gekürzt. Wer mehr will, muss bestimmte „Leistungskriterien“ erfüllen. Dies kann heißen: Wer sich mal krank meldet oder wenig Umsatz durch direkten Fahrscheinverkauf einbringt, hat Pech gehabt.

Länger arbeiten:
Tätigkeitsunterbrechung innerhalb der Schicht (Zeit zwischen zwei Zügen) wird nur noch in den ersten 10 Minuten zu 100%, ansonsten zu 50% auf die Arbeitszeit angerechnet. Fahrgastfahrten (etwa Rückfahrt zum Einsatzort während der Dienstzeit, aber als Fahrgast) werden nur noch zu 50% auf die Arbeitszeit angerechnet. Der Freizeitausgleich für Arbeiten an Heiligabend und Silvester entfällt. Dienstbeginn und Dienstende (bisher am selben Einsatzort) sollen künftig an unterschiedlichen Orten
innerhalb einer politischen Gemeinde möglich sein. In Großstädten kann dies erheblich mehr Zeitaufwand vor Dienstbeginn bzw. nach Dienstende bedeuten.

Weniger Urlaub:
Die Fort- und Weiterbildung soll künftig jährlich an drei Tagen erfolgen, die nicht mehr - wie bisher üblich - auf die Arbeitszeit angerechnet werden. Dafür sollen die Kolleg(Inn)en lediglich eine Entschädigung von 25 Euro pro Ausbildungstag erhalten. Der Zusatzurlaub für Mitarbeiter im Schicht- und Wechseldienst - bisher bis zu 5 Tage jährlich - wird auf 2 Tage reduziert.

Fazit:
Je nach Schichtplan müssen die betroffenen Lokführer und Zugbegleiter 10-16 zusätzliche Schichten im Jahr arbeiten, und sie verlieren an Einkommen in der Größenordnung von bis zu einem Monatseinkommen jährlich. Allein durch die geänderten tariflichen Arbeitszeitregelungen sind bis zu 1400 Arbeitsplätze gefährdet - und dies vorgeblich im Namen der Sicherung der Konkurrenzfähigkeit und der Arbeitsplätze.

Weil die GDL gegen diesen Tarifvertrag gekämpft hat, und weil viele Mitglieder die damalige Transnet verlassen haben, wurde die Zustimmung zurückgezogen.
Aber bedenke! bis zum heutigen Tag dennoch nicht abgelehnt.

So, bevor die Rote Karte gezogen wird, schauen wir uns den Videoassistenten an und sehen in die Zeitlupe, was mit der Anwendung des Tarifeinheitsgesetz auf die Beschäftigten der DB mit der Unterstützung der jetzigen EVG zukommt.

Aufmerksamer Leser und Beobachter, hast Du es erkannt?
Die GDL hat es erkannt und kämpft dagegen an.

Rote Karte für die, die die Arbeits- und Lebensbedingungen der richtigen Eisenbahner verschlechtern wollen.

Bei einem gekauften Spiel macht die GDL nicht mit. Und DU?

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