Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

Ortsgruppe Bebra

Bezirk Hessen-Thüringen-Mittelrhein (HTM)

GDL

GDL-Ortsgruppe Bebra



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GDL Bebra

Positionspapier überreicht - Bad Hersfeld soll ICE-Halt bleiben

Pressemitteilung - 19.02.2019

(v.l.n.r.) Patrick Rehn, Lena Arnoldt und Thomas Mühlhausen Foto: Dr. Martin Schörner

Die CDU-Landtagsabgeordneten Lena Arnoldt verständigte sich kürzlich mit der Ortsgruppe Bebra der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer auf wichtige Eckpunkte im Bereich des Schienenverkehr für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg und den Werra-Meißner-Kreis. Thomas Mühlhausen und Patrick Rehn vom Vorstand der GDL Bebra überreichten ihr im Rahmen eines ersten gemeinsamen Treffen ein entsprechendes Positionspapier.

Thomas Mühlhausen: "Während die Bundesregierung ihrem Unternehmen Deutsche Bahn im Großen allmählich anfängt Dampf zu machen fordern wir die Interessen der Regionen und ländlichen Gebiete nicht zu vernachlässigen. Hierzu gehört auch die Beibehaltung des Fernverkehrs-Halt am Bahnhof Bad Hersfeld, wodurch schnelle Verbindungen in das Rhein-Main-Gebiet einerseits sowie Richtung Mitteldeutschland andererseits möglich sind."

Die Bundesregierung hat mit der Initiative "Deutschland-Takt" eine klare Aussage zum Ausbau der Schienen-Infrastruktur getroffen: Statt "so schnell wie möglich" gilt künftig "so schnell wie nötig". Patrick Rehn hierzu: "Im seltensten Fall nutzen Fahrgäste Direktverbindungen, sondern müssen während einer Reise teilweise mehrmals umsteigen. Dadurch ergibt sich die Notwendigkeit Fahrpläne aufeinander abzustimmen um lange Aufenthalte beim Umsteigen zu reduzieren."

Lena Arnoldt hat dabei Nutzen und Wirtschaftlichkeit im Blick: "Die Bundes- und die hessische Landesregierung unterstützen die Ausbauvorhaben mit großen Finanzsummen. Der Aus- und Neubau von Eisenbahntrassen muss daher zwar stets unter finanziellen Aspekten betrachtet werden. Gleichzeitig müssen jedoch auch die Interessen und die Gesundheit der Anwohner berücksichtigt werden - wohlwissend, dass nicht jeder einzelne Wunsch umsetz- oder finanzierbar ist. Ziel ist daher der größtmögliche Konsens."

Zur Verkürzung der Fahrzeit zwischen Fulda und Erfurt soll im Bereich zwischen Fulda und Gerstungen eine neue Eisenbahnstrecke gebaut werden, welche die Region Osthessen verändern wird. Thomas Mühlhausen: "Die neue Strecke wird allerdings auch dazu dienen die bestehenden Verkehre im Fulda- und Haunetal zwischen Bebra und Fulda zu entmischen und so zusätzliche Kapazitäten für den Güterverkehr zu schaffen. Gleichzeitig ist jedoch komplett offen, wie die Region an den Fernverkehr der Deutsche Bahn angeschlossen wird und bleibt."

Lena Arnoldt und die GDLer aus Bebra machen sich daher für eine Beibehaltung des Halt am Bahnhof Bad Hersfeld stark. Arnoldt: "Ich werde mich in der Landesregierung dafür einsetzen, dass die Kur- und Festspielstadt auch künftig gut angeschlossen bleibt. Unsere Region ist lebenswert und soll es auch bleiben. Das gelingt allerdings nur mit schnellen, möglichst direkten Verbindungen beispielsweise nach Frankfurt und Erfurt ab Bad Hersfeld, aber auch einer besseren Anbindung des Werra-Meißner-Kreis im Nahverkehr über Bebra hinaus bis Bad Hersfeld. Jeder Umsteigevorgang sorgt für eine sinkende Attraktivität, noch vollere Straßen und steigende Umweltbelastungen."

Die Teilnehmer verständigten sich darauf im Austausch zu bleiben, denn auch künftig wird es weitere wichtige Themen geben. Rehn: "Der Personalmangel bei Lokführern und Busfahrern und daraus resultierende Fahrtausfälle beschäftigen nicht nur die Rhein-Main-Region, sondern mittlerweile auch Nordhessen. Die Verlagerung von Güterverkehr von der Straße auf die Schiene führt zunehmend im internationalen Verkehr zu höheren Zugzahlen, auch und besonders auf der Strecke Fulda - Bad Hersfeld - Bebra."

Ziel des Dialog ist die Erhöhung der Akzeptanz des Schienenverkehr als umweltfreundliche Alternative zum Straßenverkehr. Arnoldt abschließend: "Uns ist klar, dass öffentliche Verkehrsmittel und die Bahn als Gütertransporteur nicht jeden Winkel erreichen und bedienen können und jedes Mobilitätsbedürfnis abdecken können. Es muss jedoch unser Ziel sein diese gemeinsam im Dialog mit allen Beteiligten für möglichst viele Menschen und Unternehmen zu einer echten Alternative zu machen, auch im Sinne der Umwelt und unserer Region."



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