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Gleiche Azubis = gleicher Tarifvertrag

Telegramm - 31.01.2020

Der Bundesjugendausschuss (BJA) der GDL-Jugend befasste sich im Rahmen seiner Sitzung vom 18. bis 21. November2019 in Hamburg insbesondere mit den Tarifverträgen für Auszubildende. Unter der fachlichen Mitwirkung der GDL-Tarifabteilung arbeiteten die Teilnehmer die Unterschiede in den Tarifverträgen der Wettbewerbsbahnen heraus.

Dabei zeigte sich, dass auch dort wieder viele Unternehmen ihre „eigene Suppe kochen“ und es zum Teil deutlich voneinander abweichende Regelungen für Azubis gibt, beispielsweise bei der Vergütung von Nachtstunden in Zusatzurlaub.

Mehr Mitspracherecht bei Tarifverträgen

Dieser Fakt veranlasste den BJA dazu, analog zum Flächentarifvertrag BuRa-Zug-TV auch für Auszubildende einheitliche Regelungen zu fordern. Per einstimmig beschlossener Resolution bekräftigte das Gremium die Forderung nach einem zunächst BuRa-Azubi-Tarifvertrag betitelten Tarifwerk. „Wir möchten zukünftig auch in die Forderungsfindung bei den
Verkehrsunternehmen eingebunden werden“, so Bundesjugendleiterin Franziska Pudlich. „Außerdem möchten wir dort,
wo es schon Tarifverträge für Azubis gibt, diese mit weiterentwickeln, sowie bei Unternehmen, welche noch keine
Tarifverträge haben, bei der Entwicklung mitwirken.“

Tarifbindungserklärung anzeigen

Zu Gast beim BJA berichtete der stellvertretende GDL-Bundesvorsitzende Norbert Quitter über den Sachstand der Umsetzung der Tarifverträge bei der DB AG und hier vor allem über die stockende Anwendung des Jahresschichtrasterplans. Nachdem diverse Unternehmensbereiche der DB eine diesbezügliche Abfrage unter den Arbeitnehmern gestartet haben, gilt es nun die Ergebnisse zu bewerten und die Rechte der GDL-Mitglieder konsequent umzusetzen.

Dazu ist es besonders wichtig, dem Arbeitgeber gegenüber zu erklären, dass er den Tarifvertrag
der GDL auf den Arbeitnehmer anwenden soll. Dies zeigen Arbeitnehmer und Auszubildende ihrem Arbeitgeber
mit der Tarifbindungserklärung an. Hierzu hat die GDL eine Social-Media-Kampagne auf ihrer Facebook-Seite gestartet. Jedes GDL-Mitglied (auch solche, die ihre Tarifbindung schon vor längerer Zeit angezeigt haben) kann dort mit einem Foto von sich und der Tarifbindung öffentlich Flagge zeigen und so die Solidarität des Zugpersonals weithin sichtbar machen.

Arbeitsreiches neues Jahr

Quitter wies außerdem auf das Wahljahr 2020 hin. Dieses beginnt mit den Aufsichtsratswahlen der DB, welche schon in vollem Gange sind. Zudem werden die Jugend und Ausbildungsvertreter gewählt und auch die Personalräte für die verbeamteten Kollegen. Somit steht der GDL und der GDL-Jugend wieder ein spannendes und arbeitsreiches Jahr bevor.

Ski-Meisterschaft weiterhin auf Erfolgskurs

Anlässlich der Ski-Meisterschaft 2020 stellte der stellvertretende Bundesjugendleiter Andreas Uhlig dem Gremium den aktuellen Sachstand vor. 175 Anmeldungen deuten darauf hin, dass die Teilnehmerzahl des Vorjahres erneut übertroffen
wird. Noch im November 2019 klärte Uhlig mit den Ansprechpartnern in Schladming letzte Details ab. Dabei zeigte sich,
dass dies mittlerweile hauptsächlich der Pflege der guten Kontakte dient, da die Teilnehmer und Organisatoren der Ski-Meisterschaft dort gern gesehene Gäste und die benötigten Leistungen weitgehend Selbstläufer sind. „Wir sind sehr froh, vor Ort mittlerweile so etabliert zu sein“, so Uhlig.

Begrüßung der neuen Amtsinhaber

Im Übrigen freute sich Franziska Pudlich ganz besonders darüber, neue Bezirksjugendleiter und Stellvertreter im Gremium willkommen heißen zu dürfen. So hat der Bezirk Nord eine komplett neue Bezirksjugendleitung gewählt.
Während Istvan Reim, Lokomotivführer bei DB Cargo, als Vorsitzender fungiert, übernehmen Sebastian Berkahn,
Lokomotivführer bei DB Regio, und Leon Mund, Lokomotivführer bei AKN, als Erster und Zweiter Stellvertreter,
Verantwortung. Für den Bezirk Mitteldeutschland nahm Vanessa Rajewski, Auszubildende als KIN bei DB Regio
und Erste Stellvertretende Bezirksjugendleiterin, an der Sitzung teil. „Wir freuen uns immer sehr, neue Kolleginnen
und Kollegen für das Ehrenamt begeistern zu können und hoffen auf eine gemeinsame erfolgreiche Zukunft“, so Pudlich.

Neuwahlen im nächsten Jahr

Im Jahr 2021 findet der Bundesjugendtag der GDL-Jugend statt. Dann wird nicht nur eine neue Bundesjugendleitung gewählt, sondern es werden auch die politischen Weichen der GDL-Jugend für die kommenden fünf Jahre gestellt. Franziska Pudlich, Andreas Uhlig und Michael Braun erklärten, für eine Wiederwahl aus Altersgründen nicht zur Verfügung zu stehen. Somit muss die GDL-Jugend eine neue Bundesjugendleitung besetzen und wählen. Die Vorbereitungen dazu beginnen bereits. So veranstalten die Bezirksjugenden im Vorlauf des Bundesjugendtages ihre Bezirksjugendtage, an denen auch eine neue Bezirksjugend gewählt werden wird.

F. P.