GDL

GDL-Jugend



*** Unzureichende Internetverbindung - Offlineseite vom 01.10.2020 - 12:44   ? ***

DB Regio

Keine Abstriche bei der Berufsausbildung!

Aushang - 25.09.2020

Der Offenbarungseid der DB Regio Südost ist nun öffentlich: Die einzige Region bei DB Regio AG, welche bisher noch die Berufsausbildung zum „Kaufmann/-frau für Verkehrsservice“ durchgeführt hat, stellt diese ab 2021 aus Kostengründen ein. Dadurch hofft der Arbeitgeber nach eigenen Angaben, pro Jahr zirka 1 Millionen Euro einzusparen.

Statt einer vernünftigen Ausbildung soll der kommende Personal- bedarf im Bereich der Zugbegleiter künftig nur noch durch dreimonatige „Umschulungen“ realisiert werden. Damit erweisen sich die Versprechungen der DB als Marktführer im SPNV auch an dieser Stelle nur noch als Schall und Rauch. „Wir bilden massiv selbst aus und kümmern uns noch stärker um eigenen Nachwuchs“, hatte DB-Personalvorstand Martin Seiler noch im vergangenen Jahr erklärt und: „Unsere Azubis sind eine tragende Säule der neuen Strategie ‚Starke Schiene‘.“ Immerhin verspricht die DB: Alle Zugbegleiter-Azubis, die ihre Lehre gerade begonnen haben, können sie auch beenden.
Doch auch die Wettbewerbsbahnen entziehen sich zunehmend der Verantwortung, eine ordentliche Berufsausbildung von drei Jahren im Bereich der Zugbegleiter anzubieten. Auch hier stehen immer öfter kurze Umschulungen auf der Tagesordnung, um sich die Kosten für eine gute Ausbildung zu sparen. Doch wer heute an der sach- und fachgerechten Ausbildung junger Menschen spart, zahlt morgen doppelt drauf!
Die GDL stellt zu dem Sachverhalt daher fest:
• Durch Einsparungen bei der Berufsausbildung werden die Klimaziele durch besseren SPNV nie erreicht.
• Eine Abwertung des ehrenwerten Berufes des Zugbegleiters wird die GDL nicht zulassen.
• Die GDL wird von den Aufgabenträgern für den SPNV fordern, künftig bei allen Ausschreibungen im Schienennahverkehr Ausbildungsquoten zur Berufsausbildung vorzuschreiben!