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DB AG

DB-Führungskräfte wollen weiter absahnen – beim direkten Personal wird gespart

Aushang - 30.01.2021

Der DB-Vorstand schlägt Milliardenhilfen wegen der Corona-Pandemie aus, weil ihm die Auflagen nicht passen. Ihm sind seineeigenen Boni offensichtlich wichtiger als das Wohl und Wehe des Eisenbahnsystems. Die Bundesregierung hat der DB eine Eigenkapitalerhöhung von fünf Milliarden Euro zugesagt, die jedoch noch von der EU-Kommission genehmigt werden muss. Dazu müssen jedoch auch die Boni des DB-Vorstands für die kommenden Jahre wegfallen.

Der fürstlich bezahlte DB-Vorstand hat zwar 2020 auf seine Boni verzichtet. In den Folgejahren will er jedoch wieder kassieren, so
als ob es Corona dann nicht mehr gäbe, selbst wenn dadurch die EU-Milliarden verzögert oder nicht ausbezahlt werden. Das direkte Personal soll sich hingegen mit dem mageren Tarifabschluss der Einkommens-Verringerungs-Gesellschaft zufriedengeben.

Die Selbstbedienungsmentalität des Vorstands hat mit Zustimmung/Duldung der EVG System. Schon im Frühjahr 2020 hat er in
weiser Voraussicht der schlechten Corona-Bilanz die Zielerreichung für seine rund 3 000 Führungskräfte ohne sachlichen Grund um sage und schreibe elf Prozent nach oben korrigiert. So hat er dafür gesorgt, dass sich die Absenkung der variablen Vergütungen im Jahr 2021 nicht so schlimm auswirkt. Das haben wir klar abgelehnt. Die rund 30-prozentige Absenkung der variablen Vergütungen durch das negative Finanzergebnis des Konzerns ist übrigens kein Sanierungsbeitrag, sondern die logische Folge einer variablen Vergütung.

Wir fordern hingegen den kompletten Verzicht auf die variablen Vergütungen für die Führungskräfte, solange die negative Entwicklung im Konzern anhält. Sie werden dadurch nicht am Hungertuch nagen. Wir werden den Finger weiter in die Wunde legen und nicht zulassen, dass das direkte Personal die Zeche für das Missmanagement bezahlen muss.