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NordWestBahn

Ausbildungszulage statt höherwertiger Tätigkeit?

Aushang - 13.01.2021

Ausbildung ist wichtig und soll auch honoriert werden. Daher hat die GDL in der letzten Tarifrunde im HausTV NWB die Ausbildungszulage von 12,50 Euro pro Schicht umgesetzt um das Ausbilden neuer Kollegen des Zugpersonals zusätzlich zur bestehenden Vergütung honorieren.

Erst wollte der Arbeitgeber diese Zulage nur bei Ausbildungslokomotivführern und Ausbildungszugbegleiter anwenden nun gibt’s den nächsten Angriff auf die Geldbeutel der Kollegen, die sich bereit erklären und sich in der Ausbildung neuer Kollegen engagieren, aber eben nicht die genannten Tätigkeiten dauerhaft ausüben.

Zudem erfolgt jetzt für Lokomotivführer und Zugbegleiter, die zeitweise Ausbildungstätigkeiten übernehmen, keine Gewährung der höherwertigen Tätigkeit mehr – Wertschätzung sieht anders aus!

Die von der NWB vorgenommene Verrechnung von Ausbilderzulage statt höherwertiger Tätigkeit ist aus Sicht der GDL nicht richtig. Denn obwohl die höherwertige Tätigkeit nicht tarifiert ist, besteht im Einzelfall weiterhin Anspruch auf die Vergütung aus der sogenannten „betrieblichen Übung“, wenn die Voraussetzungen dafür erfüllt sind.

Die GDL wird das Thema in der kommenden Tarifrunde natürlich wieder behandeln, bis dahin ist aber jeder Praxisvermittler auch selbst gefordert.

Ist auf der Gehaltsabrechnung nur die Ausbildungszulage vorhanden oder gibt es sogar Rückrechnungen in der nachträglich die höherwertige Tätigkeit wieder abgezogen wird. So empfehlen wir auf die mögliche „fehlerhafte“ nicht Gewährung der höherwertigen Tätigkeit hinzuweisen.

Dafür ist eine Mail an gehaltsabrechnung@nordwestbahn.de zu senden in der unter Verweis auf die Ausschlussfristen gefordert wird, neben der tariflichen Zulage auch die aus der betrieblichen Übung entstanden Ansprüche der höherwertigen Tätigkeit zu berücksichtigen.

Wird die unserer Meinung nach korrekter Berechnung weiterhin verweigert, ist über die Ortsgruppe Rechtschutz zu beantragen.

Hilfe zu dem Thema gibt’s wie immer bei Euren OG Vertretern und den GDL Betriebsräten.