Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

Bezirk Hessen-Thüringen-Mittelrhein (HTM)

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GDL-Bezirk Hessen-Thüringen-Mittelrhein (HTM)



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Wir haben ein gesellschaftliches Problem

Bezirk-HTM - Aushang - 25.06.2018

Der Vorsitzende des GDL-Bezirks Nordrhein-Westfalen Sven Schmitte überraschte die Politik beim politischen Nachmittag des GDL-Bezirks Hessen-Thüringen-Mittelrhein am 18. Juni 2018 in Frankfurt mit den Ergebnissen der GDL-Mitglieder-Umfrage „Mit Sicherheit“: „Fast alle befragten Zugbegleiter wurden schon einmal beleidigt, ein Viertel der Lokomotivführer und Zugbegleiter sogar schon einmal körperlich angegriffen.“

Die verkehrspolitische Sprecherin Karin Müller (MdL Bündnis90/ Die Grünen), der Frankfurter Stadtverordnete Michael Müller, (Die Linke) und der parlamentarische Geschäftsführer Günter Rudolph (MdL SPD) hatten mit solchen Missständen nicht gerechnet. Für Jürgen Geißler, Inspektionsleiter der Polizeidirektion im Hbf Frankfurt, waren die Ergebnisse der Umfrage hingegen nichts Neues. Er sieht tagtäglich den mangelnden Respekt gegenüber den Beschäftigten in den Eisenbahnverkehrsunternehmen und schätzt sogar, dass die Dunkelziffer noch viel höher liegt.


(V. l.) Verkehrspolitische Sprecherin Karin Müller (MdL Bündnis90/ Die Grünen), Stadtverordneter Frankfurt Michael Müller (Die Linke), Parlamentarischer Geschäftsführer Günter Rudolph (MdL SPD), Jürgen Geißler, Inspektionsleiter der Polizeidirektion im Hbf Frankfurt und die GDL-Bezirksvorsitzenden Sven Schmitte, (Nordrhein-Westfalen) und Karl de Andrade-Huber (Hessen-Thüringen-Mittelrhein) Foto: Rasmus Runde

Die drei Politiker sprachen sich für ein Alkoholverbot in Zügen aus, denn er ist oftmals der Auslöser für Bedrohung und Gewalt. Gleichwohl ist ihnen bewusst, dass die Kontrolle dabei schwierig ist. Einig waren sich alle Teilnehmer, dass der Respekt voreinander nicht nur im Personenverkehr, sondern insgesamt abnimmt. Der Vorsitzende des GDL-Bezirks Hessen-Thüringen-Mittelrhein Karl de Andrade-Huber brachte es auf den Punkt: „Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif. Im Schienenverkehr sind die Arbeitgeber und die Verkehrsverbünde gefordert.“ So müsse bei allen Ausschreibungen eine 100-prozentige Besetzung mit Zugbegleitern verankert werden. Bei Problemzügen müsse zusätzliches (Sicherheits-)Personal eingesetzt werden.

Die Teilnehmer waren sich einig: „Wir haben ein gesellschaftliches Problem, das wir nur gemeinsam lösen können.


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