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GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer



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Zugunglück in Auggen

GDL trauert um Berufskollegen

GDL Aktuell - Telegramm - 03.04.2020

Die GDL ist tief erschüttert vom Tod ihres Berufskollegen in Auggen bei Freiburg und spricht den Angehörigen ihr Mitgefühl aus. „Wir sind in Gedanken bei dem Opfer und seiner Familie. Ihnen gilt unsere aufrichtige Trauer und unser tief empfundenes Beileid“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky.

Am 2. April 2020 war ein Betonteil von einer im Bau befindlichen Brücke in den Gleisbereich auf der Rheintalstrecke gestürzt. Der in Form einer „rollenden Landstraße“ (Rola) mit Lastwagen beladene Zug war gegen 19.30 Uhr damit kollidiert und daraufhin teilweise entgleist. Bei dem Unglück erlitten einige der zehn Lastwagenfahrer, die sich in einem Personenwagen des Zuges befanden, leichte Verletzungen. Ihnen wünscht die GDL eine rasche Genesung.

Erschüttert zeigten sich die Arbeitgeber des Unglücksopfers, Geschäftsführer Marc Giesen und Leiterin Personal Simone Krämer von der MEV Eisenbahn-Verkehrsgesellschaft in Mannheim: „Mit großer Trauer erfüllt uns die Nachricht vom Tod unseres Lokomotivführers nach diesem tragischen Unfall auf der RoLa. Er gehörte unserem Unternehmen fast sechs Jahre an und brachte sich in besonderer Weise auch als Ausbildungslokomotivführer ein. Den Hinterbliebenen sprechen wir unser tief empfundenes Mitgefühl aus.“

Schnellmögliche Aufklärung, Wiederholung verhindern

„Angesichts des tragischen Unfalls stellen sich Fragen, die dringend geklärt werden müssen“ so Weselsky. „Wie und von wem wird eine Baustelle betrieben, bei der sich Teile lösen oder auf Betriebsgleise herunterfallen können? Wo ist die Sicherung des Eisenbahnbetriebes unter dem rollenden Rad, wenn so etwas passieren kann? Wenn herabfallende Teile im Bereich des Möglichen sind, warum wurde dann die Strecke nicht gesperrt?“

Die GDL fordert die schnellstmögliche Aufklärung und Bekanntgabe der Unfallursache und deren dauerhafte Beseitigung. „Vergleichbare Fälle dürfen nie wieder vorkommen“ so Weselsky, „denn ansonsten stellen sie die innere Sicherheit des Eisenbahnsystems durch äußere Einflüsse in Frage.“