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GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer



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Wir schützen die Rechte des Zugpersonals

GDL Aktuell - Voraus - 14.10.2019

Claus Weselsky
Liebe Kolleginnen und Kollegen, Lokomotivführer, Zugbegleiter, Bordgastronomen, Lokrangierführer und Disponenten haben die Grenze ihrer Belastbarkeit schon längst überschritten und die Arbeitgeber wollen immer noch mehr. Damit muss jetzt Schluss sein. Neben der Begrenzung der Überstunden haben wir deshalb auch bei der DB den Jahresschichtrasterplan vereinbart.

Damit muss der Dienstplan des Zugpersonals ab 2020 für das gesamte Jahr stehen und die Kollegen können so ihre Freizeit verbindlich verplanen.

Das passt der DB jedoch nicht und so behauptet sie, dass mit unserem Jahresschichtrasterplan keine persönlichen Dienst- oder Ruhetagswünsche mehr erfüllt werden könnten, was natürlich Absicht ist, denn durch diese Mär sollen unsere Mitglieder um ihre gesamte Planungssicherheit gebracht werden. Warum sollte der Tausch einer Schicht nach Absprache nicht mehr möglich sein? Außerdem versucht sie, mit Drohungen und fadenscheinigen Betriebsvereinbarungen die Rechte unserer GDL-Mitglieder auszuhebeln. Selbst vor tendenziösen Abfragen schreckt sie nicht zurück, um die tarifvertragliche gesicherte Freizeitplanung zu unterlaufen (Einleger Gerechtigkeit@gdl).

Das schändliche Verhalten des Möchtegernearbeitgebers Nr. 1 haben wir in unserer Betriebsrätefachkonferenz in Sonthofen klar zur Sprache gebracht. Es nützt ihm ohnehin nichts, denn wir schützen die Rechte unseres Zugpersonals. Der Jahresschichtrasterplan muss 1:1 umgesetzt werden. Ein weiteres Thema der Betriebsrätefachkonferenz war die Digitalisierung und wie es wichtig ist, sie aktiv mitzugestalten, denn aufhalten lässt sie sich nicht (S. 4-6).

Bereits im August haben wir den Grundstein für eine intensive europäische Zusammenarbeit gelegt. Wir haben mit der kroatischen, der dänischen, der schweizerischen und der holländischen Lokomotivführergewerkschaft eine gemeinsame Absichtserklärung „Letter of Intent“ unterzeichnet. Wir fünf Gewerkschaften, davon sind drei der vier ehemalige Gründungsmitglieder der ALE, werden die Rechte des Zugpersonals auf europäischer Ebene eng miteinander abgestimmt vertreten. Gemeinsam können wir so effektiver die Arbeitsbedingungen unserer Kollegen verbessern. (S. 14).
Claus Weselsky