» DB-Tarifverhandlungen: Kein Angebot: GDL dennoch optimistisch

„Da unsere Forderungen zu Arbeitszeit, Zulagen und Zuschlägen in der Sondierung intensiv bearbeitet wurden, sind wir in Erwartung eines konkreten Angebotes in die heutigen Gespräche gegangen. In Teilen gibt es zwar Annäherungen, jedoch blieb ein umfassendes Angebot aus.“ ... mehr

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GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer



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Mehr Entgelt, mehr Wertschätzung

GDL Aktuell - Voraus - 10.09.2018

Claus Weselsky, GDL-Bundesvorsitzender
Claus Weselsky, GDL-Bundesvorsitzender

Liebe Kolleginnen und Kollegen, mehr Entgelt, bessere Arbeitszeit- und Ruhezeitregelungen und eine verbindliche Schichtplanung – kein Zweifel, gemeinsam haben wir in den vergangenen Jahren die Arbeits- und Lebensbedingungen des Zugpersonals entscheidend verbessert.

Doch der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Wer Leistung bringt, verdient Anerkennung. Und wer wie die Lokomotivführer, Zugbegleiter und Bordgastronomen dieses Landes Tag für Tag unter oft erschwerten Bedingungen besonders viel Leistung erbringt, den treffen die fehlende Wertschätzung und spürbare Herablassung mancher Führungskräfte bei der DB besonders empfindlich. Mehr als ein bloßer Schönheitsfehler im System, ist der Mangel an Zuspruch einer der Hauptgründe für Stress und seine krankmachenden Folgen. Die GDL hat das Problem ganz oben auf ihrer Agenda und setzt sich mit Nachdruck für eine Verhaltensänderung auf allen Konzernebenen ein.

Natürlich wird das Thema auch in der nun beginnenden Tarifrunde 2018 eine prominente Rolle spielen. Beim Entgelt indes weichen wir diesmal von der üblichen Tariffolklore ab. Die Forderung von 7,5 Prozent über eine Laufzeit von 24 Monaten – de facto ein Stufenabschluss über zwei Entgelterhöhungen – ist ein Novum im Tarifgeschäft und trägt der Tatsache Rechnung, dass längere Laufzeiten inzwischen seit vielen Jahren üblich sind. Zugleich versetzt uns die lange Laufzeit in die Lage, die dringend nötige Verbesserung des Zulagensystems in Angriff zu nehmen. Das ist gelebte Gerechtigkeit, wie wir sie verstehen. Dringender Handlungsbedarf besteht im Übrigen bei den Regelungen zur persönlichen Planungssicherheit. In etlichen Betrieben versucht der Arbeitgeber, sich durch vorsätzliche Falschauslegungen Vorteile zu verschaffen und den Spielraum der Arbeitnehmer gravierend zu beschneiden. Dem werden wir entschieden begegnen.

Aus alledem geht eines klar hervor: Die GDL-Mitglieder können sicher sein, dass wir ihre Interessen auch in der aktuellen Tarifrunde mit dem gewohnten Nachdruck und vor allem erfolgreich vertreten werden. Zum Schluss noch ein Hinweis. Am 11. September findet der bundesweite Tag des Zugpersonals statt. Mein Tipp: Hingehen und an der Feier unserer stolzen Berufe teilnehmen.
Claus Weselsky

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