GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

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Bei den Betriebsratswahlen in den Eisenbahnverkehrsunternehmen hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) leichte Mandatszuwächse erzielt, musste aber trotzdem an einigen Stellen den Verlust von Mehrheiten in Wahlbetrieben hinnehmen. ... mehr

Auf die GDL ist Verlass!

GDL Aktuell - Voraus - 03.05.2018

Claus Weselsky
Claus Weselsky

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wie sieht es tatsächlich in den Eisenbahnverkehrsunternehmen aus? Das erfährt man nicht bei den Vorträgen mit professionellen Power-Point-Folien der Arbeitgeber, nicht bei Diskussionen mit Politik und Verbänden und schon gar nicht aus den Medien. Die wahren Probleme der Lokomotivführer und Zugbegleiter lernt man am besten bei Gesprächen mit den Kollegen vor Ort kennen. Dazu bin ich in den vergangenen sechs Wochen kreuz und quer durch Deutschland gefahren.

Das größte Ärgernis bei der DB ist der Umgang mit den GDL-Tarifverträgen. „Mehr Plan, mehr Leben“ wird in mehreren Betrieben immer noch nicht umgesetzt. Dadurch kommen viele GDL-Mitglieder nicht in den Genuss der Verbesserung bei den Arbeits- und Ruhezeitregelungen. Wir haben die Tarifverträge nicht vereinbart, damit sie von den Arbeitgebern ausgehebelt werden. Lokomotivführer und Zugbegleiter haben ein Recht auf planbare Freizeit und wir werden diese mit unseren Betriebsräten durchsetzen. Das habe ich den Kollegen vor Ort zugesagt.

Ein weiteres Problem sind die steigenden Übergriffe auf unser Zugpersonal. Angst und Unsicherheit sind für viele Kollegen ständige Begleiter. Das wichtigste Mittel dagegen heißt: mehr Zugbegleiter und Sicherheitskräfte. Unterstützt werden muss dies durch technische Verbesserungen und Weiterbildung. Auch hier können sich die Kollegen auf uns verlassen. Wir vertreten die Interessen des Zugpersonals stark, unbestechlich und erfolgreich. Davon lassen wir uns durch niemanden abhalten.

Verlassen konnten wir uns auf unseren Dachverband. Er hat zusammen mit ver.di reale Zuwächse und Zukunftsperspektive geschaffen. Die neue Einkommenstabelle des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen liegt im März 2020 um 7,5 Prozent über der alten. Bundesinnenminister Seehofer hat zugesagt, dass dieses Ergebnis auch auf unsere verbeamteten Kollegen und die Versorgungsempfänger übertragen wird. Das ergibt ein deutliches Plus im Geldbeutel.
Claus Weselsky

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