» Chronologie einer sinnlosen Eskalation: Deutsche Bahn provoziert Scheitern der Tarifverhandlungen

Die Tarifverhandlungen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) mit der Deutschen Bahn in Eisenach sind eskaliert. „Die DB-Verhandlungsführung verlangt tatsächlich von der GDL, dass sie einen endverhandelten Tarifvertrag nicht unterzeichnet. Wir haben uns mit dem Arbeitgeber in allen Inhalten geeinigt. Irrwitzigerweise versucht die DB, die Unterzeichnung in die nächste Woche zu verschieben“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky. ... mehr

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GDL-Flächentarifvertrag nun auch bei der Städtebahn Sachsen

GDL Aktuell - Pressemitteilung - 21.11.2018

SBS-Geschäftsführer Torsten Sewerin und GDL-Bundesvorsitzender Claus Weselsky bei der Unterzeichnung der Tarifverträge in Frankfurt Foto: Gerda Seibert
SBS-Geschäftsführer Torsten Sewerin und GDL-Bundesvorsitzender Claus Weselsky bei der Unterzeichnung der Tarifverträge in Frankfurt Foto: Gerda Seibert

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat mit der Städtebahn Sachsen GmbH (SBS) bereits am 26. Oktober 2018 die Tarifverträge abgeschlossen, die heute in Frankfurt unterzeichnet wurden. GDL-Bundesvorsitzender Claus Weselsky: „Wir haben in konstruktiven und effizienten Verhandlungen in nur drei Runden ein Paket geschnürt, das sich sehen lassen kann. „Das ist ein gelungener Tarifabschluss“, so SBS-Geschäftsführer Torsten Sewerin.

So gelten die Regelungen des GDL-Flächentarifvertrags für das Zugpersonal (BuRa-ZugTV) nun vollständig auch bei der SBS und beenden die tariflose Zeit in diesem Unternehmen. Weselsky: „In Zeiten des Fachkräftemangels war dies eine absolut wichtige Entscheidung zur Sicherung des Bestands- und zur Gewinnung von neuem Personal.“

Herausforderung war es gewesen, die Differenz des Entgeltniveaus zwischen dem Status quo und dem BuRa-ZugTV zu entfernen. Bei Lokomotivführern waren es rund 300, bei Zugbegleitern sogar an die 500 Euro im Monat. Das volle Niveau wird im Jahr 2021 erreicht. Ab 1. Januar 2019 erhöht sich dazu das Monatstabellenentgelt halbjährlich um rund 3,5 Prozent. Die SBS ist das einzige Unternehmen, das Lokomotivführern ein Einstiegsgehalt von über 3.000 Euro zahlt.

Gleichzeitig wird die betriebliche Wochenarbeitszeit ohne Entgeltausgleich um eine Stunde auf 39 Stunden reduziert. Ab 2022 gilt die 38-Stunden-Woche.

Zudem werden zum 1. Januar 2019 eingeführt

  • die Regelungen zur persönlichen Planungssicherheit „mehr Plan, mehr Leben“, die eine familienfreundlichere Schichtplanung garantieren,
  • eine jährliche Zuwendung von 20 Prozent eines Monatslohns, die jährlich um zehn Prozent bis auf 50 Prozent steigt,
  • vermögenswirksame Leistung von 13 Euro für jeden Kalendermonat und
  • Regelungen bei beruflicher und traumabedingter Fahrdienstuntauglichkeit.

Zudem werden zum 1. Januar 2020 eingeführt

  • eine arbeitgeberfinanzierte Altersvorsorge von 1,1 Prozent des Tabellenentgelts, die ein Jahr später auf 2,2 Prozent, mindestens jedoch auf 50 Euro angehoben wird,
  • der Tarifvertrag über eine gemeinsame Einrichtung der Tarifvertragsparteien für soziale Zwecke, der den Beitritt zum „FairnessBahNEn e.V.“ regelt. Damit können GDL-Mitglieder beispielsweise Zuschüsse für Kinderbetreuung oder Brillen erhalten.

Nicht zuletzt wurde beim TV Personalübergang Einigung erzielt, sodass die Angst um den Arbeitsplatz nach verlorenen Ausschreibungen der Vergangenheit angehört. Die Laufzeit des Tarifvertrages endet am 31. Dezember 2020.
Die GDL und die Städtebahn Sachsen sind sich einig: „Mit diesem Tarifabschluss haben wir eine Einigung auf hohem Niveau erzielt und eine solide Tarifpartnerschaft für die Zukunft der SBS und der GDL-Mitglieder gegründet.“

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