» DB-Tarifverhandlungen: Kein Angebot: GDL dennoch optimistisch

„Da unsere Forderungen zu Arbeitszeit, Zulagen und Zuschlägen in der Sondierung intensiv bearbeitet wurden, sind wir in Erwartung eines konkreten Angebotes in die heutigen Gespräche gegangen. In Teilen gibt es zwar Annäherungen, jedoch blieb ein umfassendes Angebot aus.“ ... mehr

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GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer



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DB-Tarifverhandlungen

Kein Angebot: GDL dennoch optimistisch

GDL Aktuell - Pressemitteilung - 02.11.2018

„Da unsere Forderungen zu Arbeitszeit, Zulagen und Zuschlägen in der Sondierung intensiv bearbeitet wurden, sind wir in Erwartung eines konkreten Angebotes in die heutigen Gespräche gegangen. In Teilen gibt es zwar Annäherungen, jedoch blieb ein umfassendes Angebot aus.“ Mit diesen Worten kommentierte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Claus Weselsky den Verlauf der zweiten Tarifrunde in Berlin. „Die GDL wird die Arbeitgeberpositionen nun im Detail bewerten, doch im Hinblick auf die Verhandlungen gilt die Devise: Wir sind weiterhin auf Kurs.“

Offen ist unter anderem weiterhin die Entgeltforderung über 7,5 Prozent. Trotzdem bleibt die GDL verhalten optimistisch. „Das Ausbleiben eines Angebots macht die Verhandlungen nicht leichter“, so Weselsky, „aber der beiderseitige Einigungswillen ist noch immer vorhanden. Wir werden nun noch härter daran arbeiten müssen, das gemeinsame Ziel eines Tarifabschlusses in diesem Jahr zu erreichen.“ Der GDL-Bundesvorsitzende appellierte an die DB, den bisher eingeschlagenen konstruktiven Kurs fortzusetzen und den Weg zu einer Einigung mit der Vorlage eines verhandelbaren Angebotes freizumachen. Weselsky machte am Ende des Tages zudem nochmals sehr deutlich, dass ein Aufweichen der tarifvertraglichen Regelungen zur persönlichen Planungssicherheit „Mehr Plan, mehr Leben“, durch die Betriebsparteien nicht länger toleriert wird.

Die nächste Verhandlung findet am 19. und 20. November 2018 in Frankfurt am Main statt. Im Vorfeld werden die Fachthemen in zwei weiteren Sondierungen aufbereitet.

Insgesamt 38 Forderungen

Die GDL fordert eine Entgelterhöhung von 7,5 Prozent für eine Laufzeit von 24 Monaten. Die Arbeitszeitforderungen betreffen unter anderem ein Ende der Kurzpausen und der Pausen auf dem Zug. Außerdem sollen die Beschäftigten die zu verteilende Arbeitszeit wählen können. Zudem müssen aus Sicht der GDL die Zulagen für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit deutlich erhöht werden. Insgesamt hat die GDL 38 Forderungen gestellt.

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