» DB-Tarifverhandlungen: Kein Angebot: GDL dennoch optimistisch

„Da unsere Forderungen zu Arbeitszeit, Zulagen und Zuschlägen in der Sondierung intensiv bearbeitet wurden, sind wir in Erwartung eines konkreten Angebotes in die heutigen Gespräche gegangen. In Teilen gibt es zwar Annäherungen, jedoch blieb ein umfassendes Angebot aus.“ ... mehr

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GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer



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Erfurter Bahn/Süd Thüringen Bahn

95 Prozent für Tarifabschluss

GDL Aktuell - Pressemitteilung - 29.08.2018

Vier Streiks, eine Urabstimmung und harte Verhandlungen waren nötig, bis der GDL-Flächentarifvertrag BuRa-ZugTV bei der Erfurter Bahn (EB) und der Süd Thüringen Bahn (STB) im Juli 2018 stand. Nachdem nun 95 Prozent der an der Urabstimmung beteiligten GDL-Mitglieder der EB und der STB in der erforderlichen zweiten Urabstimmung für die Annahme des Tarifabschlusses stimmten, ist die Tarifauseinandersetzung endgültig beendet. Die GDL wird den Tarifvertrag jetzt ebenfalls unterschreiben, der nur für ihre Mitglieder gilt.

„Die GDL bedankt sich bei allen Kollegen, die diesen erfolgreichen Tarifabschluss durch ihren Einsatz und ihre Solidarität ermöglicht haben“ so der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Claus Weselsky nach der Auszählung in Frankfurt am Main. „Nun kann die Tarif- und Sozialpartnerschaft mit Leben erfüllt werden“.

Verbesserungen bei Entgelt und Arbeitszeit

Durch den Abschluss kommen die GDL-Mitglieder der beiden Unternehmen in den Genuss zahlreicher Verbesserungen. So wird das Entgelt ab 1. April 2019 um zwei Prozent und ein Jahr später um 2,6 Prozent erhöht. Gleichzeitig erfolgen Verbesserungen der Entgeltstruktur, was einen zusätzlichen Lohnzuwachs von bis zu 170 Euro monatlich bedeutet. Ab dem Jahr 2021 ist die Überleitung des bisherigen Tarifvertrags in den GDL-Flächentarifvertrag abgeschlossen und somit das Marktniveau erreicht.

Auch in anderer Hinsicht macht sich der BuRa-ZugTV für die GDL-Mitglieder bei der EB und der STB positiv bemerkbar. So sinkt die Arbeitszeit zum 1. Januar 2019 von durchschnittlich 40 auf 39 Stunden pro Woche. Zugleich wird das Entgelt um 2,6 Prozent erhöht – im Ergebnis also mehr Geld für weniger Arbeitszeit. Alternativ können die Arbeitnehmer statt der einstündigen auch eine zweistündige Verkürzung der Wochenarbeitszeit oder sechs Tage mehr Urlaub im Jahr wählen.

Zahlreiche weitere Verbesserungen

Hinzu kommen Regelungen zur persönlichen Planungssicherheit und zu den Mindestnormen der Ruhetagsgestaltung. Außerdem wurden die Schichtzulagen, Urlaub und Zusatzurlaub sowie die Sicherung bei gesundheitsbedingter Fahrdienstuntauglichkeit verbessert. Nicht zuletzt treten beide Unternehmen dem Betreiberwechseltarifvertrag bei. Somit gehört die Angst um den Arbeitsplatz nach verlorenen Ausschreibungen der Vergangenheit an.

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