» Tarifverhandlungen einvernehmlich vertagt

Die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und der Deutschen Bahn werden auf nächste Woche Dienstagvormittag in Eisenach vertagt. Darauf haben sich die GDL und die DB am Samstagmittag in Hannover einvernehmlich geeinigt. ... mehr

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GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer



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GDL-Flächentarifvertrag

Jetzt auch bei der Erfurter Bahn und der Süd Thüringen Bahn

GDL Aktuell - Pressemitteilung - 18.07.2018

Vier Streiks, eine Urabstimmung und harte Verhandlungen waren nötig, bis der GDL-Flächentarifvertrag BuRa-ZugTV bei der Erfurter Bahn (EB) und der Süd Thüringen Bahn (STB) am 13. Juli 2018 in Frankfurt am Main stand. „Es zeigt sich immer wieder: Wenn Lokomotivführer, Zugbegleiter und Disponenten zusammenstehen und um ihre Rechte kämpfen, haben sie auch Erfolg“, so der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Lutz Schreiber.

Einmalzahlung auf Basis 2,6 Prozent

Für die Monate Mai bis Dezember 2018 erhalten die GDL-Mitglieder eine Einmalzahlung von 2,6 Prozent ihres Monatstabellenentgelts (MTE) also 2,6 Prozent mal acht.

Entgeltplus: zwei und 2,6 Prozent

Ab 1. April 2019 wird das Entgelt im BuRa-ZugTV um zwei Prozent und ein Jahr später um 2,6 Prozent erhöht. Gleichzeitig erfolgen Verbesserungen der Entgeltstruktur, was einen zusätzlichen Lohnzuwachs von bis zu 170 Euro monatlich bedeutet. Ab dem Jahr 2021 ist die Überleitung des bisherigen Tarifvertrags in den GDL-Flächentarifvertrag abgeschlossen und somit das Marktniveau erreicht.

Einstündige Arbeitszeitsenkung mit vollem Lohnausgleich

Die Arbeitszeit sinkt zum 1. Januar 2019 von durchschnittlich 40 auf 39 Stunden pro Woche. Zugleich wird das Entgelt um 2,6 Prozent erhöht – im Ergebnis also mehr Geld für weniger Arbeitszeit. Alternativ können die Arbeitnehmer statt der einstündigen auch eine zweistündige Verkürzung der Wochenarbeitszeit oder sechs Tage mehr Urlaub im Jahr wählen.

Zahlreiche weitere Verbesserungen

Das Weihnachtsgeld wird ab 2020 in Höhe eines Viertel des MTE, ab 2021 in Höhe eines halben MTE gezahlt. Hinzu kommen Regelungen zur persönlichen Planungssicherheit und zu den Mindestnormen der Ruhetagsgestaltung. Außerdem wurden die Schichtzulagen, Urlaub und Zusatzurlaub sowie die Sicherung bei gesundheitsbedingter Fahrdienstuntauglichkeit verbessert. Nicht zuletzt treten beide Unternehmen dem Betreiberwechseltarifvertrag bei. Schreiber: „Somit gehört die Angst um den Arbeitsplatz nach verlorenen Ausschreibungen der Vergangenheit an.“

Tarifabschluss erst nach zweiter Urabstimmung gültig

Der Tarifabschluss steht allerdings noch unter Vorbehalt. Erst wenn neben der GDL-Tarifkommission auch die GDL-Mitglieder in der „zweiten Urabstimmung“ ihre Zustimmung erteilt haben, ist der Abschluss gültig.

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