GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

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Erfurter Bahn und der Süd Thüringen Bahn

Dritter Streik für einen GDL-Tarifvertrag

GDL Aktuell - Pressemitteilung - 07.05.2018

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ruft die Lokomotivführer, Zugbegleiter, Teamleiter, Ausbildungslokomotivführer und Disponenten der Erfurter Bahn (EB) und der Süd Thüringen Bahn (STB) am heutigen Montag, dem 7. Mai 2018, von 10 bis 18 Uhr, zum dritten Arbeitskampf auf.

Aktionismus geht in die falsche Richtung

Der Geschäftsführer der EB/STB, Michael Hecht, denkt tatsächlich, dass er mit seinem Aktionismus den Arbeitskampf beenden könnte. GDL-Bundesvorsitzender Claus Weselsky: „Aktionismus kann durchaus gut sein, allerdings geht Herr Hecht in die komplett verkehrte Richtung.“ So hat er rechtswidrig Leiharbeiter eingesetzt. Auch war er sich nicht zu fein, befristet eingestellte Lokomotivführer als Streikbrecher einzusetzen sowie sein Verwaltungspersonal Sonderschichten fahren zu lassen. Nicht zuletzt verbreitet er hanebüchene Zahlen über die Streikteilnahme, siehe Pressemitteilung vom 2. Mai. Vermutlich denkt er, Lokomotivführer und Zugbegleiter könnten nicht rechnen. Hinzu kommt die Einschüchterung des Zugpersonals.
Doch all dies nützt ihm nichts. Die Streikbereitschaft und die Motivation der GDL-Mitglieder wächst Tag um Tag. Am zweiten Streiktag hatten sich noch mehr Kollegen beteiligt als beim ersten.

Schlechte Arbeitsbedingungen müssen beendet werden

Dennoch unterbreitete er der GDL kein verbessertes Angebot. „Die schlechten Arbeitsbedingungen des Zugpersonals müssen jedoch beendet werden. Daran führt kein Weg vorbei“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky. Es gibt nur einen Weg dahin: ein verhandelbares Angebot. Der Geschäftsführer sollte somit aufhören, den Konflikt auf dem Rücken der Fahrgäste austragen. „Mit der Stärke und der Solidarität unserer Mitglieder werden wir auch bei der Erfurter Bahn und der Süd Thüringen Bahn bessere Arbeitsbedingungen erreichen“, so der GDL-Bundesvorsitzende.

Bis zu 40 Prozent unter dem Flächentarifvertrag

Das Tarifniveau des Zugpersonals beider Häuser liegt weit unter dem des GDL-Flächentarifvertrags BuRa-ZugTV, der in fast allen Eisenbahnverkehrsunternehmen in Deutschland gilt. Lokomotivführer erhalten bis zu 25 Prozent weniger, Disponenten sogar bis zu 40 Prozent weniger.


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