GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

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Streikbilanz bei der Erfurter Bahn und der Süd Thüringen Bahn

Klare Kante gezeigt

GDL Aktuell - Pressemitteilung - 03.05.2018

GDL-Streik in Meiningen    -   Foto:  GDL
GDL-Streik in Meiningen   -   Foto: GDL

Die Erfurter Bahn wirbt mit dem Slogan „Kommt gut an“. Dass die Geschäftsführung der Erfurter Bahn und der Süd Thüringen Bahn den Tarifkonflikt auf dem Rücken der Fahrgäste austrägt, kommt bei den Fahrgästen mit Sicherheit nicht gut an. Sie wollen nämlich sicher und pünktlich von A nach B transportiert werden. Das war gestern und heute Morgen bei den knapp fünf-/sechsstündigen Streiks nicht der Fall.

Heute haben sich 48 Mitglieder der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), also mehr als gestern, am Arbeitskampf beteiligt, sodass wieder zahlreiche Züge ausfielen. GDL-Bundesvorsitzender Claus Weselsky: „Unsere Mitglieder haben erneut klare Kante gezeigt und sich nicht einschüchtern lassen, obwohl der Geschäftsführer nichts unversucht lässt, um die Fahrgäste zu täuschen und den Arbeitskampf in seinen Unternehmen kleinzureden.“

Streikbrecher und Leiharbeiter

Statt der GDL ein verbessertes Angebot zu unterbreiten, und somit den Tarifkonflikt nicht länger auf dem Rücken der Fahrgäste auszutragen, versuchte der Geschäftsführer der Erfurter Bahn und der Süd Thüringen Bahn, Michael Hecht, den Arbeitskampf mit unlauteren Methoden zu torpedieren. Neben dem Verwaltungspersonal setzte er Lokomotivführer in sachgrundlos befristeten Arbeitsverhältnissen beziehungsweise Nicht- oder Andersorganisierte als „Streikbrecher“ ein. Sogar Leiharbeitnehmer mussten Züge führen, obwohl das bei Arbeitskämpfen gesetzeswidrig ist. Außerdem forderte er die Streikenden auf, die Zeit des Streiks nachzuarbeiten.

Faire Löhne fairer Wettbewerb

Gleichzeitig behauptete Hecht in den Medien, beispielsweise gestern im SAW-Radio: „...alle Mitarbeiter (würden) mit sofortiger Wirkung zu 100% Branchenniveau“ erhalten. „Wenn die Lokomotivführer und Zugbegleiter wirklich zu 100 Prozent auf dem Niveau des GDL-Flächentarifvertrags entlohnt würden, wären Streiks so überflüssig wie ein Kropf“, so Weselsky. Das GDL-Flächentarifvertag BuRa-ZugTV, der in Deutschland für 90 Prozent des Zugpersonals gilt, liegt schon strukturell 6,5 Prozent über dem Entgelt bei der EB und STB. Nimmt man die weiteren Verbesserungen hinzu, erhalten berufserfahrende Lokomotivführer bei der Deutschen Bahn sogar bis zu 25 Prozent mehr. Weselsky: „Herr Hecht denkt, die Lokomotivführer könnten nicht rechnen. Da hat er eine Milchmädchenrechnung ohne die GDL gemacht.“ Die Lokomotivführer bei der Deutschen Bahn in Thüringen und bei Abellio Mitteldeutschland verrichten die gleiche Arbeit, wie ihre Kollegen bei der EB und der STB. Weselsky: „Mit uns gibt es keine Eisenbahner 2. Klasse mehr in Thüringen. Wir stehen für faire Löhne bei fairem Wettbewerb und mit der Solidarität und der Standhaftigkeit unserer Kollegen werden wir dies auch bei der EB und der STB erreichen.“

74 Prozent: Die Forderungen sind fair und sollten erfüllt werden

Dass die Forderungen der GDL berechtigt sind, zeigte auch eine Umfrage von Thüringen 24 (Stand 3. Mai): https://www.thueringen24.de/erfurt/article214182167/Starke-Behinderung-im-Berufsverkehr-GDL-ruft-erneut-zu-Streik-auf.html 74 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage finden: „Die (GDL-)Forderungen sind fair und sollten erfüllt werden.“


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