GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

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Arbeitskampf bei der WLE

Deutliches Zeichen an den Arbeitgeber

GDL Aktuell - Pressemitteilung - 02.03.2018

100 Prozent Streikbeteiligung und spürbare Auswirkungen im Güterverkehr – mit dem erfolgreichen Ausstand bei der Westfälischen Landes-Eisenbahn (WLE) setzte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ein erstes deutliches Zeichen an den Arbeitgeber. Die Lokomotivführer des Unternehmens hatten die Arbeit am heutigen Freitag von 6 bis 12 Uhr niedergelegt.

Aufgrund der Blockadehaltung des Arbeitgebers hatte die GDL die Tarifverhandlungen bereits im Januar 2018 abgebrochen. Zwischenzeitliche Versuche, die Geschäftsführung zum Einlenken zu bewegen, blieben erfolglos. Auch die Einladung zu einer GDL-Mitgliederversammlung brachte kein Ergebnis. Noch immer gibt es kein Angebot, das die Rückkehr an den Verhandlungstisch rechtfertigen würde. Im Gegenteil: Der Arbeitgeber weigert sich nicht nur, über weitere Verbesserungen beim Entgelt, den Zulagen oder der Absicherung bei beruflich bedingter Fahrdienstuntauglichkeit zu verhandeln. Stattdessen sollen die wenigen Verbesserungen die die WLE zugesteht, nun sogar mit der Absenkung des aktuellen Lohnniveaus um zwei Prozent von den Beschäftigten selbst finanziert werden.

WLE spielt auf Zeit

Der Arbeitgeber spielt klar auf Zeit, denn jeder gewonnene Tag spart ihm Geld auf Kosten des Zugpersonals. Die GDL rückt jedoch nicht von ihren Forderungen ab. Dies sind unter anderem eine allgemeine Entgelterhöhung von drei Prozent rückwirkend ab Januar 2018, die Verbesserungen bei den Zulagen sowie den Arbeitszeit- und Ruhetagsregelungen und der Abschluss eines Tarifvertrags zur Bildung einer gemeinsamen sozialen Einrichtung der Tarifvertragsparteien.

„Wenn die WLE glaubt mit ihrer Verweigerungshaltung durchzukommen, irrt sie sich“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky. „Die Beschäftigten werden nicht ruhen, ehe ihre berechtigten Forderungen erfüllt sind. Der Arbeitgeber sollte sich besinnen und durch die Vorlage eines verhandelbaren Angebotes möglichst schnell den Weg für weitere Verhandlungen freimachen.“


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