» Chronologie einer sinnlosen Eskalation: Deutsche Bahn provoziert Scheitern der Tarifverhandlungen

Die Tarifverhandlungen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) mit der Deutschen Bahn in Eisenach sind eskaliert. „Die DB-Verhandlungsführung verlangt tatsächlich von der GDL, dass sie einen endverhandelten Tarifvertrag nicht unterzeichnet. Wir haben uns mit dem Arbeitgeber in allen Inhalten geeinigt. Irrwitzigerweise versucht die DB, die Unterzeichnung in die nächste Woche zu verschieben“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky. ... mehr

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GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer



*** Unzureichende Internetverbindung - Offlineseite vom 14.12.2018 - 08:21   ? ***

Abellio Rail NRW

Zähes Ringen!

GDL Aktuell - Aushang - 16.11.2018

Damit lässt sich die zweite Verhandlungsrunde bei Abellio Rail NRW (ABRN) am 15. November 2018 in Hagen trefflich beschreiben. Hauptthemen der rund siebenstündigen, mitunter recht lebhaften und kontroversen Verhandlungen waren die persönliche Planungssicherheit und die Neugestaltung der Ruhetagsregelungen.

Die Arbeitgeberseite teilte zwar mit, dass der Wunsch nach planbarer und somit qualitativ besserer Freizeit nachvollziehbar ist, jedoch müsse das System auch umsetzbar sein. Die GDL machte ihrerseits klar, dass beispielsweise die Mindestzeitanteile an verbindlicher Freizeit an Wochenenden außerhalb des Urlaubs ein zentraler Punkt sind. Über die Verteilung lässt sich freilich reden.

Eine Annäherung konnte bei der Verbesserung der Ruhetagsregelungen erzielt werden. So wird auch bei ABRN künftig unter anderem der Zeitraum der Ruhetage an der Belastung des vorangegangenen Arbeitszeitraums bemessen. Ist dieser länger als 120 Stunden oder sind mehr als 40 Stunden Arbeitszeit in Schichten angerechnet, beträgt die Mindestruhezeit nicht mehr 36, sondern 48 Stunden. Auch bei den Ruhetagswochenenden und der Mindestschichtanrechnung scheinen Verbesserungen erreichbar zu sein. Damit wird man den Belastungen des Schicht- und Wechseldienstes gerecht. Des Weiteren wird es eine verbindliche Schichtplanung geben, von der nur im Einvernehmen mit dem einzelnen Arbeitnehmer abgewichen werden kann. Diese ist unterteilt in Jahres-, Monats- und Wochenplanung.

Bewegung scheint es auch bei den Themen Mindestpausenlänge, Freistellung für gewerkschaftliche Zwecke und Job-Bike zu geben. Die Arbeitgeberseite will bis zur Abschlussrunde am 22. November 2018 in Frankfurt am Main ein umfassendes Angebot zu den Arbeitszeitthemen unterbreiten. An diesem Tag sollen auch die gesamten Entgeltforderungen einer Lösung zugeführt werden.

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