» Chronologie einer sinnlosen Eskalation: Deutsche Bahn provoziert Scheitern der Tarifverhandlungen

Die Tarifverhandlungen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) mit der Deutschen Bahn in Eisenach sind eskaliert. „Die DB-Verhandlungsführung verlangt tatsächlich von der GDL, dass sie einen endverhandelten Tarifvertrag nicht unterzeichnet. Wir haben uns mit dem Arbeitgeber in allen Inhalten geeinigt. Irrwitzigerweise versucht die DB, die Unterzeichnung in die nächste Woche zu verschieben“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky. ... mehr

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GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer



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agilis Verkehrsgesellschaft, agilis Eisenbahngesellschaft

Erste Runde: lösungsorientiert und konstruktiv

GDL Aktuell - Aushang - 13.11.2018

Ihre 20 Forderungen präzisierte die GDL in der Auftaktrunde für die agilis Verkehrs- und die agilis Eisenbahngesellschaft noch vor Ablauf der Friedenspflicht am 9. November 2018 in Regensburg.

Die Arbeitgeberseite stellte die aktuelle Situation der Unternehmen dar. Zentrale Herausforderung ist – wen wundert es – der Land auf, Land ab bekannte Fachkräftemangel. Insofern stehen die agilis-Unternehmen allen Forderungen skeptisch gegenüber, die die zeitliche Verfügbarkeit des Personals weiter einschränken. Auch bei den Entgeltforderungen hielt sich die Begeisterung in Grenzen. Eine jährliche Zuwendung in Höhe von 50 Prozent eines monatlichen Monatstabellenentgelts bezeichneten die agilis-Unternehmen als knallhart und die Erhöhungen der Zulagen kräftig und heftig.

Dies alles verknüpfte der Arbeitgeber mit der Forderung nach der Abkehr von der Jahresarbeitszeit hin zur Monatsarbeitszeit. Da sonst noch keine Details bekannt sind, will agilis diese Forderung in einer Sondierung am 11. Dezember 2018 erläutern, etwa wie man sich den Umgang mit Minus- und Plusstunden vorstellt. Die GDL weiß, wie kontrovers das Thema im Betrieb gesehen wird und steht dieser Forderung äußerst skeptisch gegenüber.

Die Tarifverhandlungen wurden bei allen Kontroversen lösungsorientiert und konstruktiv geführt. Grundsätzlich offen zeigte sich agilis gegenüber dem Arbeitszeit-Wahlmodell und zum Beitritt zur Gemeinsamen Einrichtung für soziale Zwecke. Bis zum 30. November will die Arbeitgeberseite ein schriftliches Angebot abgeben. Die nächsten zwei Verhandlungen finden am 18. Dezember 2018 in Frankfurt am Main und am 3. Januar 2019 in Regensburg statt. Ob in Regensburg schon ein Abschluss erzielt werden kann, wird auch vom Arbeitgeberangebot abhängen. Eines ist jetzt schon klar, einen Abschluss des Abschlusses wegen, wird es nicht geben!

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