» DB-Tarifverhandlungen: Kein Angebot: GDL dennoch optimistisch

„Da unsere Forderungen zu Arbeitszeit, Zulagen und Zuschlägen in der Sondierung intensiv bearbeitet wurden, sind wir in Erwartung eines konkreten Angebotes in die heutigen Gespräche gegangen. In Teilen gibt es zwar Annäherungen, jedoch blieb ein umfassendes Angebot aus.“ ... mehr

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DB-Tarifverhandlungen

Konstruktive Auftaktrunde

GDL Aktuell - Aushang - 13.10.2018

Setzen nach der ersten Runde auf weiterhin konstruktive, von Verständigungswillen und Sachorientiertheit geprägte Verhandlungen (v.l.): Leiter der GDL-Tarifabteilung Thomas Gelling, GDL-Bundesvorsitzender Claus Weselsky, GDL-Tarifreferent Lars Jedinat.              Foto: GDL

Ruhig, sachlich, konstruktiv – so verlief die Auftaktverhandlung der Tarifrunde 2018 beim Marktführer DB AG und dem zuständigen Arbeitgeberverband AGV MOVE am 12. Oktober 2018 in Berlin.

In dem rund vierstündigen Termin beantwortete die GDL die Verständnisfragen des Arbeitgebers und legte zugleich die Schwerpunktthemen für den bereits vereinbarten Verhandlungsfahrplan fest. So werden etwa in der kommenden Sondierungsrunde am 25. Oktober 2018 in Berlin die Themen Zulagen und Arbeitszeitverteilung besprochen. Die zweite Verhandlungsrunde wird am 2. November 2018 in Berlin stattfinden. Die Kernforderungen sind:

  • Entgelt: Die GDL fordert eine Entgelterhöhung von 7,5 Prozent für eine Laufzeit von 24 Monaten. Dabei handelt es sich um einen Stufenabschluss von zwei Erhöhungen, die zusammen das Volumen von 7,5 Prozent ausmachen.
  • Zulagensystem: Die Zulagen für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit müssen deutlich erhöht werden. Die Nachtarbeitszulage soll 25, die Sonntagszulage 35 und die Feiertagszulage 50 Prozent des Stundenlohns betragen, was einer Steigerung von rund zwei Prozent entspricht.
  • Überstundenzulage: Die Zulage für Überstunden soll künftig 25 Prozent des individuellen Stundenlohns betragen und muss monatlich statt jährlich gezahlt werden.
  • Arbeitszeit: Schluss mit Kurzpausen, Ruhezeitverkürzung auf weniger als zehn Stunden, Pausen auf dem Zug und unbegrenzten auswärtigen Übernachtungen.
  • 3-D-Wahlmodell: Die Beschäftigten sollen die zu verteilende Arbeitszeit wählen können (1. Dimension) und zum anderen das Arbeitszeitvolumen, aus dem ihre Vergütung berechnet wird (2. Dimension). Aus der Differenz beider Volumina wird der zusätzliche Urlaub berechnet (3. Dimension).

Die GDL hofft auf eine Fortsetzung der von Verständigungswillen und Sachorientiertheit geprägten Atmosphäre in den kommenden Verhandlungen.

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