GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

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» Bahnübergang: Der Schienenverkehr hat Vorrang!

Es sind die schweren Zugunglücke an Bahnübergängen, über die gesprochen wird, wie der Zusammenprall eines Lkws mit der Regionalbahn in Buseck bei Gießen Ende Mai. 17 Menschen sind dabei verletzt worden, der Lokomotivführer lebensgefährlich. Tatsächlich passiert im Durchschnitt alle zwei bis drei Tage ein Unfall an einem der rund 18 700 Bahnübergänge der Deutschen Bahn und an den Kreuzungen von anderen Bahnen, die sich bundesweit auf knapp 50 000 summieren. ... mehr

BuRa-ZugTV

Jetzt auch bei der Erfurter Bahn und der Süd Thüringen Bahn

GDL Aktuell - Aushang - 18.07.2018

Vier Streiks, eine Urabstimmung und harte Verhandlungen waren nötig, bis der GDL-Flächentarifvertrag BuRa-ZugTV bei der Erfurter Bahn (EB) und der Süd Thüringen Bahn (STB) am 13. Juli 2018 in Frankfurt am Main stand. Es zeigt sich immer wieder: Wenn Lokomotivführer, Zugbegleiter und Disponenten zusammenstehen und um ihre Rechte kämpfen, haben sie Erfolg.

Für die Monate Mai bis Dezember 2018 erhalten die GDL-Mitglieder eine Einmalzahlung von 2,6 Prozent ihres Monatstabellenentgelts (MTE), also 2,6 Prozent mal acht. Ab 1. April 2019 wird das Entgelt im BuRa-ZugTV um zwei Prozent und ein Jahr später um 2,6 Prozent erhöht. Gleichzeitig erfolgen Verbesserungen der Entgeltstruktur, was einen zusätzlichen schrittweisen Lohnzuwachs von bis zu 170 Euro bedeutet. Ab dem Jahr 2021 ist die Überleitung in den GDL-Flächentarifvertrag abgeschlossen und somit das Marktniveau erreicht. Zur genauen Überleitung erstellt die GDL noch zusätzliche Informationen. Das Weihnachtsgeld wird ab 2020 in Höhe eines Viertel des MTE, ab 2021 in Höhe eines halben MTE gezahlt.

Die Arbeitszeit sinkt zum 1. Januar 2019 von durchschnittlich 40 auf 39 Stunden pro Woche. Zugleich wird das Entgelt um 2,6 Prozent erhöht – im Ergebnis also mehr Geld für weniger Arbeitszeit. Alternativ können die Arbeitnehmer statt der einstündigen auch eine zweistündige Verkürzung der Wochenarbeitszeit oder sechs Tage mehr Urlaub im Jahr wählen. Hinzu kommen Verbesserungen bei der Planungssicherheit und der Ruhetagsgestaltung. Außerdem wurden die Schichtzulagen, der Urlaub und die Sicherung bei gesundheitsbedingter Fahrdienstuntauglichkeit verbessert. Nicht zuletzt treten die Unternehmen dem Betreiberwechseltarifvertrag bei.

Der Tarifabschluss steht allerdings noch unter Vorbehalt. Erst wenn neben der GDL-Tarifkommission auch die GDL-Mitglieder in der „zweiten Urabstimmung“ ihre Zustimmung erteilt haben, ist der Abschluss gültig.

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