GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

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» Bahnübergang: Der Schienenverkehr hat Vorrang!

Es sind die schweren Zugunglücke an Bahnübergängen, über die gesprochen wird, wie der Zusammenprall eines Lkws mit der Regionalbahn in Buseck bei Gießen Ende Mai. 17 Menschen sind dabei verletzt worden, der Lokomotivführer lebensgefährlich. Tatsächlich passiert im Durchschnitt alle zwei bis drei Tage ein Unfall an einem der rund 18 700 Bahnübergänge der Deutschen Bahn und an den Kreuzungen von anderen Bahnen, die sich bundesweit auf knapp 50 000 summieren. ... mehr

Saarbahn

…Quo vadis?

GDL Aktuell - Aushang - 09.07.2018

So bekannt die lateinische Redewendung auch ist, so treffend charakterisiert sie das Verhalten der Saarbahn GmbH und des zuständigen Kommunalen Arbeitgeberverbandes Saar (KAV Saar).

Wohin gehst du, Saarbahn? Das ist tatsächlich weiterhin unklar nach dem Spitzengespräch zwischen der Geschäftsführerin des KAV Saar Barbara Beckmann-Roh und dem GDL-Bundesvorsitzenden Claus Weselsky, in dem eigentlich die Grundlagen für einen Tarifabschluss gelegt werden sollten. Die GDL hatte sich dem Ansinnen des Arbeitgebers genähert und – vorbehaltlich der weiteren Themen – einen Tarifabschluss mit einer Laufzeit von nur einem Jahr als abschlussfähig angesehen. Doch dann wurde über die weiteren materiellen Themen gesprochen und schnell wurde klar, dass es drei zentrale strittige Punkte gibt:

  • So machte die GDL nochmals deutlich, dass die verbesserte Entgeltstruktur für Lokomotivführer spätestens im April 2018 auch bei der Saarbahn ihre Wirkung entfalten muss.
  • Der neue Jahresruhetags- und Urlaubsplan muss bereits im Jahr 2019 in Kraft treten, sodass die Arbeitnehmer verbindlich wissen, wann sie über das Jahr verteilt Freizeit haben.
  • Der Grundsatztarifvertrag, welcher trotz Tarifeinheitsgesetz die Anwendungssicherheit der GDL-Tarifverträge herstellt, muss zwingend Bestandteil des Abschlusses sein.

Doch gerade beim letzten Punkt zeigte sich der Arbeitgeber überhaupt nicht sprachfähig und erbat sich Zeit, um dieses Thema nochmals intern abzustimmen. Die Zeit hat er nun bis zum 10. August 2018, denn da findet die nunmehr vierte Verhandlungsrunde statt. Wir hoffen, dass der Saarbahn bewusst ist, dass ein Spiel auf Zeit nichts bringt, denn die GDL hat unmissverständlich zum Ausdruck gebracht dass ihre Geduld sich dem Ende nähert.

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