GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

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Bei den Betriebsratswahlen in den Eisenbahnverkehrsunternehmen hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) leichte Mandatszuwächse erzielt, musste aber trotzdem an einigen Stellen den Verlust von Mehrheiten in Wahlbetrieben hinnehmen. ... mehr

WestfalenBahn

Abschluss in nur einer Runde

GDL Aktuell - Aushang - 03.05.2018

Am 2. Mai 2018 wurden die Tarifverhandlungen zwischen der GDL und der WestfalenBahn (WFB) in Bielefeld eröffnet und erfolgreich abgeschlossen.

Folgende Regelungen treten in Kraft:

  • Rückwirkend zum 1. April 2018 wird das Entgelt um zwei Prozent erhöht – bei einer Laufzeit bis 31. Dezember 2018.
  • Ab 1. Januar 2019 wird die WFB in den KoRa-ZugTV Abellio integriert, womit der gesellschaftsrechtlichen Integration die tarifrechtliche folgt.
  • Ab 1. Januar 2019 wird die Jahresarbeitszeit zugunsten einer quartalsweisen Arbeitszeitabrechnung abgeschafft. Das Arbeitszeitsoll beträgt 509 Stunden pro Quartal. Wichtigster Effekt für die Arbeitnehmer: die bisher als „Abschlag" gezahlte Überstundenzulage steht nicht mehr unter dem Vorbehalt einer Rückzahlung.
  • Pro Quartal können maximal 20 Minusstunden, die betrieblich verursacht sind, nachgeleistet werden, insgesamt aber pro Jahr nur 40 Stunden. Wurden also zweimal 20 Minusstunden vorgetragen, ist für den Rest des Jahres Schluss.
  • Überstunden müssen im Quartal nach ihrem Entstehen durch Freizeit abgegolten werden. Ist das nicht möglich, werden sie ausgezahlt. Dieser Auszahlung kann der Arbeitnehmer aber widersprechen. In diesem Fall sind alle Überstunden im Folgejahr durch Freizeit auszugleichen. Der Ausgleich erfolgt langfristig geplant im Rahmen der Urlaubsplanung.

Die Arbeitnehmer außerhalb des Zugpersonals erhalten ebenfalls die zweiprozentige Entgelterhöhung. Dies sicherte der Arbeitgeber zu. Außerdem wird die Ausdehnung des Geltungsbereiches des Tarifvertrages zeitnah umgesetzt, zum Beispiel auf Mitarbeiter in der Werkstatt oder in der Verwaltung. Niemand braucht also einen weiteren Tarifvertrag von der EVG, die bisher weder einen Verhandlungstermin hat, noch in der Lage war, auch nur eine einzige Forderung zu stellen.

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