GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

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Liebe Kolleginnen und Kollegen, Garant für Erfolg seit 150 Jahren! Dieses Jubiläum haben wir in unserer Generalversammlung im Mai in Ludwigshafen gebührend gefeiert. Und dazu hatten wir auch allen Grund. ... mehr

Halbierung ist das Schlüsselwort

GDL Aktuell - Voraus Editorial - 17.05.2017

Weselsky460-2017

Liebe Kolleginnen und Kollegen, Halbierung ist das Schlüsselwort dieser Ausgabe. Das Gute zuerst: Die GDL konnte erreichen, dass der Bußgeldrahmen für Lokomotivführer im Schienenlärmschutzgesetz kurz vor Verabschiedung durch den Bundestag, also quasi in letzter Minute, halbiert wurde.

Sollte ursprünglich das Nichteinhalten der reduzierten Geschwindigkeit mit bis zu 2 000 Euro geahndet werden, haben wir mit unserem eindringlichen Appell an den Bundestag eine Begrenzung des Bußgeldrahmens auf maximal 1 000 Euro erreicht. Auch wenn das insbesondere im Vergleich zu den Bußgeldern im Straßengüterverkehr immer noch viel Geld ist, haben wir der Regierung mit Hartnäckigkeit doch einiges abringen können.

Auf der Negativseite haben wir Halbierung bei der DB Regio AG zu verzeichnen. So hat sie tatsächlich vor, die Anzahl ihrer Wahlbetriebe um mehr als 50 Prozent zu reduzieren. Ausgerechnet bei der Interessenvertretung vor Ort will die DB Regio AG sparen. Solche Wünsche sind für uns keine Option. Betriebsräte gehören nah zu den Mitarbeitern, denn sie haben die Betriebsräte gewählt, damit ihre Interessen vertreten. Dies haben wir bereits in den Verhandlungen zu den Betriebsverfassungstarifverträgen mehrfach verdeutlicht. Insbesondere bei der jetzt tariflich verankerten und deutlich verbesserten Planbarkeit der Schichten für Lokomotivführer und Zugbegleiter kommt den Betriebsräten vor Ort eine große Verantwortung zu. Stehen sie doch dafür, dass die Tarifverträge auch eingehalten werden. Und dafür stehen sie wie eine eins.

Gut vertreten sind die Kollegen in der GDL aber nicht nur im aktiven Dienst. Es gibt eine ganze Menge guter Gründe, warum ein Mitglied auch nach dem Berufsleben noch in der GDL bleiben sollte. Der Sprecher des Arbeitskreises Senioren Walter Wagner benennt dazu im Interview Ross und Reiter.
Claus Weselsky

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