» DB-Tarifverhandlungen: Kein Angebot: GDL dennoch optimistisch

„Da unsere Forderungen zu Arbeitszeit, Zulagen und Zuschlägen in der Sondierung intensiv bearbeitet wurden, sind wir in Erwartung eines konkreten Angebotes in die heutigen Gespräche gegangen. In Teilen gibt es zwar Annäherungen, jedoch blieb ein umfassendes Angebot aus.“ ... mehr

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GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer



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DB-Tarifkonflikt

Keine einzige Verbesserung – kein Abbruch des Streiks

GDL Aktuell - Pressemitteilung - 07.05.2015

Die Deutsche Bahn ist im Tarifkonflikt keinen Millimeter auf ihr Zugpersonal zugegangen. Sie hat das Angebot nicht verbessert. Lediglich hat sich der DB-Vorstandsvorsitzende Rüdiger Grube in den Tarifkonflikt eingeschaltet und die Begleitung der Tarifverhandlungen durch den ehemaligen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck vorgeschlagen.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bezweifelt in keinem Fall dessen Fähigkeiten. Doch die Unterstützung des Ministerpräsidenten kann in diesem Tarifkonflikt nicht zu einer Lösung führen. Eine Lösung ist nur durch den Arbeitgeber möglich. Das heißt: Die DB muss ihr Dogma mit den einheitlichen Tarifverträgen für das Zugpersonal aufgeben.

Grundgesetz ist nicht verhandelbar

Rund 3 000 GDL-Mitglieder am Tag legen in dieser Woche die Arbeit nieder, weil die DB der GDL den Abschluss der Tarifverträge für ihr Zugpersonal verweigert. Die DB verlangt, dass die GDL die Tarifverträge der Hausgewerkschaft EVG übernimmt. Dabei missachtet sie die grundgesetzlich geschützte Koalitionsfreiheit. GDL-Bundesvorsitzender Claus Weselsky: „Das Grundgesetz ist nicht verhandelbar und deshalb auch nicht schlichtbar. Der Artikel 9 Absatz 3 GG ist absolut und unabdingbar anzuwenden. Kein Vorstand eines Unternehmens und auch kein Politiker können diesen Artikel auslegen, umdeuten oder einer Gewerkschaft entziehen. Und deshalb ist das „Angebot“ der DB für uns nicht verhandelbar.“

Angebot von Medien erfahren

Erfahren hat die GDL das „Angebot“ der DB übrigens zuerst aus den Medien. „Schon das ist kein guter Stil. Von uns aber zu verlangen, dass wir ohne Gegenleistung den Arbeitskampf abbrechen, das ist schon hanebüchen“, so Weselsky. Deshalb wird das Zugpersonal seinen Arbeitskampf wie geplant bis Sonntagmorgen weiterführen. Es gibt nur eine einzige Möglichkeit, diesen Konflikt zu beenden. Die DB hört auf, die GDL länger in die Tarifeinheit zu zwingen.

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