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GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer



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Zugbegleiter und Bordgastronomen im Flächenvertrag der Lokomotivführer integriert

GDL Aktuell - Pressemitteilung - 24.03.2015

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten ist es im Rahmen der Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und der Deutschen Bahn am gestrigen Tag gelungen, sowohl die Zugbegleiter, als auch die Bordgastronomen in den Flächentarifvertrag, der bisher nur für Lokomotivführer existiert, zu integrieren.

Damit sind die Grundlagen geschaffen, um anschließend sowohl im Flächentarifvertrag, als auch in den haustarifvertraglichen Regelungen die von der GDL angestrebten Verbesserungen in den Einkommens- und Arbeitszeitbedingungen abzuschließen. Das monetäre Angebot in Höhe von 2,1 Prozent ist von der GDL als zu niedrig abgewiesen worden.

„Fakt ist, dass wir zuerst alle Beschäftigtengruppen in den Flächentarifvertrag für das Zugpersonal integrieren und anschließend die zusätzlichen Tarifelemente in den Haustarifverträgen verankern“ so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky. „Die Fragen nach Wochenarbeitszeitverkürzung und prozentualer Entgelterhöhung werden wir erst in der abschließenden Runde einer Lösung zuführen.“

Der erzielte Fortschritt konnte am gestrigen späten Abend erneut in einem Verhandlungsprotokoll fixiert werden. Die GDL ist auf Sondierungsebene heute bereits dabei, die Grundlagen für die Integration der Lokrangierführer und Disponenten in den Flächentarifvertrag zu schaffen. Bei den Verhandlungen am kommenden Freitag soll, so das Ziel der GDL, dann auch deren Integration in den Flächentarifvertrag erfolgen.

Im Zusammenwirken mit den bereits existierenden Betreiberwechseltarifverträgen entsteht das als Bundes-Rahmen-Lokomotivführertarifvertrag (BuRa-LfTV) bekannte und bewährte Modell gegen Lohndumping erstmals tatsächlich für alle GDL-Mitglieder des Zugpersonals. Nur dadurch kann die Tarifkonstruktion über alle Eisenbahnverkehrsunternehmen hinweg die erforderliche Schutzwirkung im Eisenbahnverkehrsmarkt entfalten und die Angst vor Arbeitsplatzverlusten abbauen.