» Betriebsrätefachkonferenz: Anspruch und Wirklichkeit der Betriebspartnerschaft

Nach drei Tagen intensiver Diskussionen ging am Donnerstag die Betriebsrätefachkonferenz von GDL und BBuK in Rostock-Warnemünde zu Ende. Unter dem Motto „Vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Praxis“ hatten sich rund 200 GDL-Betriebsräte aller Eisenbahnverkehrsunternehmen intensiv über Anspruch und Wirklichkeit der Betriebspartnerschaft zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern ausgetauscht. ... mehr

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GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer



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Urabstimmung RegioTram Gesellschaft

Einstimmig für Arbeitskampf

GDL Aktuell - Pressemitteilung - 05.01.2015

Einstimmig haben die Lokomotivführer und Zugbegleiter der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bei der RegioTram Gesellschaft mbH (RTG) in Kassel für die Fortführung der Arbeitskämpfe votiert. „Dies ist ein deutliches Signal an die Arbeitgeber, denn die Flächentarifverträge müssen endlich auch bei der RTG Einzug halten und die Arbeitszeitregelungen substanziell verbessert werden“, so der stellvertretende GDL-Bundesvorsitzende Norbert Quitter.

Nach der heutigen Auswertung der Urabstimmung in Frankfurt am Main haben sich 79 Prozent der auf-gerufenen 62 Lokomotivführer und Zugbegleiter an der Urabstimmung beteiligt − und dies in der Haupturlaubszeit zwischen Weihnachten und Neujahr. Acht Stimmen konnten aufgrund von Formfehlern nicht gewertet werden.

Morgen Tarifverhandlungen

Die GDL fordert den Flächentarifvertrag für Lokomotivführer (BuRa-LfTV), der schon für 97 Prozent aller Lokomotivführer in Deutschland gilt, sowie eine volumengleiche Vergütungserhöhung für die Zugbegleiter. RTG-Lokführer bekommen bisher bis zu 21 Prozent weniger Entgelt als ihre Kollegen bei der Deutschen Bahn. Außerdem fordert die GDL unter anderem die Anrechnung der Arbeitszeit bei Verspätungen ab der ersten Minute. Bisher arbeiten Lokführer und Zugbegleiter die erste Viertelstunde umsonst. Es müssen mindestens zwölf Wochenendruhen im Jahr von 72 Stunden eingeführt werden. Bisher gibt es keine vergleichbaren Regelungen. Nicht zuletzt braucht das Zugpersonal eine Fünf-Tage-Woche. „Die Arbeitnehmer sind nicht länger gewillt, einen Tarifvertrag zu akzeptieren, der sie zu umfassender Flexibilität auf eigenes Risiko und eigene Kosten nötigt, noch dazu zu schlechten Löhnen. Das werden wir in der morgigen zweiten Verhandlungsrunde in Frankfurt deutlich machen“, so Quitter. Geht die RTG nicht endlich auf die Forderungen der GDL ein, sind massive Arbeitskämpfe vorprogrammiert.


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