GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

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Mogelpackung oder umfassender Schutz?

GDL Aktuell - Pressemitteilung - 16.01.2014

„Auf den ersten Blick scheint das Angebot das Beste zu sein, was einem Lokomotivführer passieren kann. Der Teufel steckt jedoch bekanntlich im Detail.“ Mit diesen Worten kommentierte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Claus Weselsky heute in Frankfurt das Angebot der Deutschen Bahn zur Wiederaufnahme von Tarifverhandlungen und zur Vermeidung von Streiks.

Beim Betrachten des mehrseitigen Schreibens der Deutschen Bahn mussten viele Leser den Eindruck gewinnen, dass es sich um ein einzigartiges Angebot handelt. Das war auch die klare Absicht der DB. Weselsky: „Seit mehr als zwei Jahren Verhandlungen ging das so, bis uns der Kragen platzte. Was der Öffentlichkeit nämlich immer verschwiegen wurde und wird, ist die uneingeschränkte Akzeptanz der ‚Landverschickung’ aus der alten Maschinerie der DB-Sanierungsphase.“ Genau das hat die DB zur Geschäftsgrundlage erhoben. Dem aufmerksamen und tarifkundigen Betrachter kommen bei der Analyse des Angebots und den enthaltenen Verknüpfungen von Tarifstellen erhebliche Zweifel.

  • Ist es der erneute Versuch der DB, der GDL das mit der EVG abgeschlossene „Jahrhundertwerk“ zu präsentieren und ihr letztlich doch eine Mogelpackung unterzuschieben?
  • Wie soll es in der täglichen Umsetzung in den Betrieben zu dem tatsächlich von der GDL geforderten umfassenden Schutz für die Lokomotivführer kommen?
  • Müssen Lokomotivführer wie in den vergangenen zehn Jahren kreuz und quer durch die Republik wandern und jeden Arbeitsplatz annehmen, wenn sie aufgrund ihrer Arbeitsbelastung ihren Beruf nicht mehr ausüben können?

Diese und weitere Fragen wird die GDL mit der DB erörtern. Dazu wird sie einen detaillierten Fragenkatalog aufstellen und einen Gesprächstermin bis spätestens Ende Januar 2014 vereinbaren. Dieses Vorgehen ist von dem klaren Willen des Erreichens einer Lösung für die Lokomotivführer der DB bestimmt. Sie beinhaltet in keinem Fall die Rücknahme des einstimmigen Beschlusses der GDL-Bundestarifkommission, notwendige und umfassende Schutzbestimmungen, wenn erforderlich, auch mit einem Arbeitskampf durchzusetzen.

Mindestens bis zu diesem Gesprächstermin sind Arbeitskämpfe der GDL jedoch ausgeschlossen. Erst danach kann die GDL beurteilen, ob das Angebot tatsächlich das hält, was es zu versprechen scheint.

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